Glaubwürdige Nichstpielercharaktere erschaffen (Ep. 5)

Shownotes

NSCs gestalten: Ein praxisnaher Prozess für unvergessliche Nichtspielercharaktere

Wie baut man einen Nichtspielercharakter, der sich sofort echt anfühlt, einen bleibenden Eindruck hinterlässt und am Spieltisch tatsächlich funktioniert? In dieser Episode gehen Oliver und David das Thema NSCs nicht theoretisch, sondern praktisch an: Oliver erstellt live während der Aufnahme einen NSC – Schritt für Schritt – und gibt damit einen direkten Blick hinter die Kulissen seines kreativen Prozesses.

Als Ausgangspunkt dient ein kleines Impro-Theater-Setup: David liefert Setting, Funktion, grobe Hintergrundidee und ein zufälliges Wort, das in den Charakter eingebaut werden muss. Daraus entsteht ein Fantasy-NSC, der zunächst als Gegner wirkt, später aber als Verbündeter der Gruppe funktionieren soll.

Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Handwerkszeuge: Warum beginnt alles mit einem guten Namen? Wie sorgt Recherche für kulturelle Kohärenz? Welche Rolle spielt Sprache, wie viel Beschreibung ist sinnvoll, und warum sind Werte oft erst ganz am Ende wichtig? Zum Abschluss geht es um Iteration: NSCs werden nicht am Schreibtisch perfekt, sondern durch echtes Spiel, Anpassung und „Go with the flow“.

Highlights & Timestamps

00:00:00 Intro & Thema: NSCs erstellen aus Spielleitersicht 00:00:46 Der Plan: Live-NSC-Erstellung als Schulterblick 00:02:18 Frage 1: Setting – klassisches Fantasy 00:02:49 Frage 2: Funktion – Alliierter der Gruppe 00:03:34 Frage 3: Hintergrund – einfacher Menschenjäger, der die Seiten wechselt 00:04:35 Bonusfrage: Zufallswort als Challenge – „Brackwasser“ 00:06:36 Schritt 1: Der Name als Ausgangspunkt 00:14:38 Schritt 2: Recherche – echte Welt vs. Setting-Material 00:21:49 Schritt 3: Sprachprobe – wie spricht der NSC? 00:31:48 Schritt 4: Bild finden oder generieren – visuelle Präzisierung 00:35:45 Schritt 5: Wesentliche Eigenschaften statt Detail-Overkill 00:45:02 Schritt 6: Werte erst zum Schluss – nur wenn nötig 00:48:45 Schritt 7: Zurück zum Namen – Beiname und letzte Verifikation 00:51:11 Schritt 8: Üben – NSC am Tisch testen und iterieren 00:53:02 Go with the flow: Ideen am Tisch zulassen 00:54:36 Fazit: Welche Schritte bleiben hängen, was wird ausprobiert?

Wichtige Takeaways

  • Ein guter Name ist der stärkste Anker für Identität und Erinnerung.
  • Kulturkohärenz sorgt für Glaubwürdigkeit: Namen, Herkunft und Setting sollten zusammenpassen.
  • Recherche ist nicht nur Fakten sammeln, sondern Hook- und Detail-Generator.
  • Sprachweise schlägt Dialekt: kurze Muster, Floskeln und Tonalität erzeugen Wiedererkennung.
  • Kontraste sind Gold: ein starkes Merkmal bleibt besser hängen als zehn Details.
  • Beschreibungen sollten nur das liefern, was relevant und erinnerbar ist – der Rest kommt situativ.
  • Werte sind oft zweitrangig und werden nur dann gebraucht, wenn der NSC wirklich mechanisch relevant wird.
  • Der Name kann am Ende noch einmal verbessert werden: Beinamen und Titel erzeugen Mythos.
  • NSCs werden am Spieltisch „fertig“: testen, beobachten, anpassen – ohne sich zu verlieben.
  • Mehr Verständnis von Welt und Figur macht Improvisation leicht.

Links & Ressourcen

  • Obsidian (Notizen und Wissensmanagement für NSCs und Kampagnen)

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Transkript anzeigen

00:00:00: Oliver: Ja, schön, dass wir wieder hier sind bei unserem zwei B12 Podcast, wo der. Oliver, das bin ich.

00:00:05: David: Und der David? Das bin ich.

00:00:07: Oliver: Über Rollenspiel reden und zwar ganz spezifisch aus der Sicht des Spielleiters und wir befinden uns auf einer heiligen Mission, nämlich wir möchten die besten Spielleiter der Welt werden und sprechen daher über Themen, von denen wir denken, dass die uns auf dem Weg dorthin nach vorne bringen. heute wird es um das Thema Nichtspielercharaktere gehen. Und dafür habe ich mir was ausgedacht. David Was ein bisschen praxisorientiert ist und unseren Zuhörern den Blick über unsere Schulter in den Prozess der Erstellung von Nichtspielercharakteren erlaubt.

00:00:46: David: Ja, klar. Sehr gut. Bin gespannt.

00:01:02: Oliver: Ja, David, ich habe ja schon angekündigt, praxisorientiert. Und ich würde sozusagen, weil ich diese Folge diesmal vorbereitet habe und dich dann nicht ins kalte Wasser werfen möchte, würde ich einmal meinen Prozess, wie ich nicht Spieler Charaktere erstelle, aufbaue, mit ich sag mal Fleisch fülle mal darstellen. Und dafür habe ich mir überlegt, dass wir so ein bisschen uns dem Improvisationstheater bedienen. Und ich werde dir jetzt gleich vier Fragen stellen, auf die gibst du mir eine Antwort. Und da aus diesen Antworten definieren sich die Parameter, nach denen ich heute live während der Aufnahme einen NSC erstelle und praktisch meine Schritte durchgehe, wie ich das mache. Und bei jedem Schritt würde ich dich dann natürlich fragen Wie machst du das? Was sind da so deine Erfahrungen? Und dass am Ende unsere Zuhörer einfach mal gehört haben, wie wir beide so an das Thema rangehen und gleichzeitig live erlebt haben, wie ich in dem Falle Der Esel nennt sich immer zuerst selbst mal so einen direkt hier zusammenbaut.

00:02:10: David: Ja klar. Auf jeden Fall sehr schön. Let's go!

00:02:18: Oliver: Also erste Frage an dich Zu welchem Setting möchtest du denn gerne, dass ich den baue? Jetzt nichts spezifisch, was ich nicht kenne, sondern einfach mal generell. Wenn du dir jetzt ein Setting wünschen könntest, welches wäre das denn?

00:02:32: David: Also ich würde natürlich sofort Delta Green sagen, weil das einfach die Welt ist, in der ich mit dir am meisten Spaß hatte. Aber weil das halt so unsere normale Welt eigentlich ist, fände ich das jetzt glaube ich gar nicht so spannend, sondern würde ich einfach sagen lass uns doch einfach ein ganz klassisches Fantasy Fantasysetting nehmen.

00:02:49: Oliver: Hört sich gut an, dann habe ich das schon mal hier für mich notiert. Das heißt improv Theater. Frage zwei Art des NSCs. Das heißt also, möchtest du, dass ich einen Ally von den Spielern mache? Möchtest du, dass ich einen Antagonisten baue? Möchtest du, dass ich einen Whip in der Welt baue, der jetzt sage ich mal, nicht unbedingt schon eine Einstellung zu den Charakteren hat, aber in der Welt irgendwie eine wichtige Rolle spielt. Was, Was für eine Art NSC soll ich denn bauen?

00:03:19: David: Vielleicht einen Alliierten?

00:03:20: Oliver: Wir gehen jetzt mal davon aus, dass unsere Fantasy Gruppe klassisch die guten sind. Ich weiß,

00:03:25: David: Mhm.

00:03:25: Oliver: es gibt auch schöne Fantasy Kampagnen, wo das anders ist, aber jetzt mal nur für mich. Zum Verständnis

00:03:31: David: Hm.

00:03:31: Oliver: würde ich es mal vom klassischen ausgehen. Ja

00:03:33: David: Hm? Ja.

00:03:34: Oliver: super, dann frage Nummer drei von vier, wenn du dir einen Hintergrund ausdenken könntest. Also handelt sich um Herrscher, handelt es sich eher um jemand Armes ein Underdog. Handelt

00:03:50: David: Hm.

00:03:50: Oliver: es sich um was mystisches oder eher was? Ich sag mal Geleertes? Keine Ahnung, sage ich mal so ganz grob. Der Hintergrund Hast

00:03:57: David: Hm.

00:03:58: Oliver: du da eine Idee? Was soll ich machen?

00:04:02: David: Also, das ist vielleicht ein bisschen schon zu spezifisch, aber vielleicht ein. Ein. Ein gedungener Auftragsjäger. Ein einfacher Menschenjäger Vielleicht der auf. Der auf der Jagd nach den NSCs, auf der Jagd nach den Spielercharakteren ist, aber dann irgendwie merkt, dass sie doch das wollen, was er auch will und dann sozusagen auf ihre Seite kommt.

00:04:26: Oliver: Einfacher Menschenjäger. Dann last but not least. Das ist eine Bonusfrage. Die musst du nicht beantworten. Aber

00:04:35: David: Mhm.

00:04:35: Oliver: einfach um für mich die Challenge nochmal stärker zu machen. Und für unsere Zuhörer vielleicht noch interessanter. Ein lustiges Substantiv, ein Hauptwort, das kann völlig random sein, das kann sowas sein wie Mündungsbremse. Aber es kann auch was total anderes sein, irgendein

00:04:54: David: Okay.

00:04:54: Oliver: Hauptwort, was dir spontan einfällt und wo du sagst das ist lustig.

00:04:58: David: Okay, Ich bin gerade in Hamburg, also fällt mir das Wort Brackwasser ein.

00:05:02: Oliver: Brackwasser Sehr gut, Das heißt, ich habe jetzt von dir sozusagen theatermäßig Begriffe bekommen und ich versuche jetzt einmal, dich durchzuführen, wie ich zu diesen Begriffen einen NSC baue. Warum habe ich jetzt so diesen SPÖkes gemacht mit dem Improtheater? Natürlich ist so jeder NSC findet ja in einem Kontext statt. Ich ich gehe ja nicht in irgendwie in den luftleeren Raum und denke, ich mache jetzt einen NSC für irgendwas, sondern ich weiß ja im Prinzip, ich habe ein Setting, ich habe eine Kampagne, ich weiß, was für ein NSC ich brauche. Ich kann mir schon ungefähr so überlegen, was ist der, der der Hintergrund usw. Deshalb habe ich jetzt dich als random Kontextgenerator missbraucht, damit wir einfach das haben. Natürlich, da draußen ist klar, NSC wird immer innerhalb von einem Kontext erstellt und deswegen war das jetzt mein Random Kontext Generator. Das

00:05:58: David: Mhm.

00:05:58: Oliver: Kleiner Disclaimer. Gut, dann lege ich mal los. Ich führe dich jetzt erstmal einfach so durch meinen NSC Prozess und

00:06:07: David: Mhm.

00:06:08: Oliver: jeder Schritt davon. Der hat so einen kleinen Kapitelüberschrift und ich würde dann immer erstmal kurz darstellen, was ich mache, wie ich es mache und dann dich zu dem jeden einzelnen Kapitel auch fragen,

00:06:21: David: Mhm.

00:06:21: Oliver: wie du es machst. Ist es dein?

00:06:22: David: Mhm.

00:06:23: Oliver: Wäre es auch dein erster Schritt oder vielleicht aus

00:06:25: David: Mhm.

00:06:25: Oliver: irgendeinem Grund ein späterer Schritt? Und würdest du es genauso handeln wie ich? Ja, das

00:06:29: David: Mhm.

00:06:29: Oliver: war das so einfach mal durchgehen.

00:06:36: Oliver: Erstes Kapitel. Und bitte sag mir direkt danach, wie überraschend es für dich ist, dass ich damit starte. Ist der Name.

00:06:45: David: Null null null. Überraschend. Geht bei mir auch ganz, ganz oft. So, Und manchmal habe ich auch einfach nur den Namen. Noch gar keinen NSC dafür, den ich dafür mit dem Namen ausstatten möchte. Namen sind für mich fast das Wichtigste bei NPCs.

00:06:58: Oliver: Sehr schöne Antwort, weil genau so ist es bei mir auch. Du weißt, es gibt für mich nichts nervigeres als diese Random Forgotten Realms Namensmängel Fuck me, fuck Broker oder wie auch immer die dann heißen oder keine Ahnung, Quazi,

00:07:12: David: Ja.

00:07:13: Oliver: mog the Iron Slayer oder whatever. Diese Randomness an Namen geht mir so auf den Keks und für mich ist es ganz, ganz wichtig, einen Namen zu haben, weil der mir schon Identität gibt. Also ich. Ich

00:07:24: David: Mhm.

00:07:24: Oliver: suche tatsächlich Namen aktiv auch schon aus nach dem Setting, der Kultur und dem, was dieser NSC in der Spielwelt bedeuten soll.

00:07:37: David: Ja.

00:07:37: Oliver: Ja, und

00:07:38: David: Ja.

00:07:39: Oliver: jetzt haben wir schon mal hier vom Hintergrund her sollen Alliierter sein der NSCs, der aber offenbar nicht ganz so, also jetzt kein leuchtender Paladin, den

00:07:49: David: Mhm.

00:07:49: Oliver: man irgendwie in der Forgotten Realms Welt ErleuchteStrahl nennen würde, sondern mir geben diese Anhaltspunkte jetzt schon mal so Assoziationen rein und ich überlege mir dann jetzt erstmal mit was für Namen assoziiert assoziiere ich das denn? Ja,

00:08:04: David: Mhm.

00:08:04: Oliver: also zum Beispiel der erste Name, der mir sofort eingefallen ist aus irgendeinem Grund ist den kennt man von einem berühmten Illustrator Prom oder

00:08:13: David: Ja.

00:08:13: Oliver: Prom. Ja,

00:08:14: David: Mhm.

00:08:14: Oliver: das klingt für mich so bam. Das hat irgendwie einen Sound. Das hört sich an wie ein einfacher Menschenjäger. Das das ist so die erste Assoziation. Und jetzt überlege ich mir natürlich darüber hinaus erstmal so wie klingt der Name? Passt er jetzt

00:08:27: David: Mhm.

00:08:27: Oliver: ist Prom. Da sagen natürlich dann alle am Tisch. Das ist doch der berühmte Comiczeichner oder Coverartist. Und dann hast du die ganze Zeit am Tisch das Gelaber und jeder

00:08:37: David: Mhm.

00:08:38: Oliver: sieht keinen Menschenjäger mehr, sondern erinnert sich an die wunderbaren Poster, die dieser Mann gemacht hat. Deshalb wäre da jetzt schon so mein erster erstmal als Beispielgedanke. Nee, das ist zu krass geklaut. Aber mir gefällt dieser hart, dieser harte Ton. Mir kommt sofort auch Chrom in Gedanken. Ja und

00:08:54: David: Mhm.

00:08:54: Oliver: jetzt komme ich ganz schnell auch so zu realweltlichen Namen. Also zum Beispiel Cromlech, so ein alter keltischer Name. Und solche Namensinspiration nehme ich jetzt mal rein. Und ich muss sagen, dieser Cromlech, das ist für mich auch ein Name, den habe ich schon öfter mal für NSCs tatsächlich verwendet, nur eher in einem anderen Kontext. Aber ich ich bleibe jetzt erstmal dabei. Also sprich,

00:09:19: David: Mhm.

00:09:19: Oliver: ich würde jetzt hier mal als Name Chromlake, also Chrom wie das Chrom und dann hinten dran geschrieben

00:09:26: David: Mhm.

00:09:27: Oliver: Chrom. Das ist so ein alter keltischer Name und der assoziiert für mich jetzt das brachial genug noch. Also um so ein Bruch zu sein, den man sich vielleicht

00:09:36: David: Mhm.

00:09:36: Oliver: unter dem alliierten Menschenjäger vorstellt, aber gleichzeitig auch immer noch so, dass man es als Alliierter, als als good guy in der Welt akzeptiert. Also das

00:09:45: David: Mhm.

00:09:45: Oliver: ist so jetzt mein erster Take on the Name, mal ganz spontan

00:09:49: David: Mhm.

00:09:49: Oliver: Wie machst du deine Namensfindung?

00:09:51: David: Hm. Ähnlich. Also, was bei mir auch ganz, ganz wichtig ist. Und du hast es schon angedeutet. Du hast es schon gesagt. Was mir auch total gegen den Zeiger geht, ist diese komplette Kultur. Relativ. Dieser Kulturrelativismus, diese überhaupt keine Kohärenz in den Namen Regionen, den einzelnen Kulturen. Zumindest kann ich das nicht erkennen. So in den Forgotten Realms zum Beispiel. Zumindest in anderen Fantasy Settings ist das deutlich stärker ausgearbeitet. Also der Klassiker ist ja DSA, wo er also wirklich Bibliotheken geschrieben wurden zu den Kulturen und also was ich ganz gerne mache, ist einfach, dass ich meinen fantasiewelten und ich spiele viel in einer sehr, sehr veränderten Variante von den Forgotten Realms. Ähm, dass ich den verschiedenen Kulturen, Landstrichen und so dass ich denen so irdische Kulturen so ein bisschen in der abgewandelten Form, in so einer stilisierten Form das soll auch keine irdische Kultur darstellen, sondern einfach nur ein bisschen davon inspiriert zu sein, dass ich denen ein bisschen zuordne und denen dann auch die entsprechenden Namen und und und Sprachen so ein bisschen damit verbinde. Also nur als Beispiel jetzt zum Beispiel so die, die die Schwertküste und die Talländer und so dieser dieser Zentralbereich in den Forgotten Realms, wo ganz ganz viel so dieser ganzen Storys spielen. Das habe ich so ein bisschen mit dem mittelalterlichen England für mich so gleichgesetzt, und deswegen haben diese Namen, die daher oft so angelsächsische, so angelsächsische Anleihen. Und jetzt in deinem Fall hast du ja dich spezifisch auf den keltischen Formen da da ein bisschen fokussiert, da Anleihen genommen. Ist das dann auch so ein Punkt für dich, dass du versuchst, das dann so ein bisschen Kultur kohärent zu machen? Oder ist das jetzt erstmal egal und nur der Name ist vor allem wichtig?

00:11:39: Oliver: Also tatsächlich wäre jetzt sozusagen mir von Anfang an schon klar, dass

00:11:45: David: Mhm.

00:11:45: Oliver: der in eine gewisse Kultur muss. Würde

00:11:47: David: Ja.

00:11:47: Oliver: ich natürlich auch tatsächlich sehr direkt namens Inspiration aus den Kulturkreisen oder so, die ich dafür habe, ziehen. Jetzt in unserem ganz konkreten Beispiel war ja bis auf, dass es ein Fantasy Setting ist jetzt im Stile der Forgotten Realms erstmal

00:12:03: David: Hm.

00:12:03: Oliver: nichts klar. Deshalb ist es jetzt im Moment auch bei der Namensfindung für mich nur der reine Klang und das, was ich damit verbinde. So emotional relevant. Aber selbstverständlich. In dem Moment, wo ich hier mehr weiß über die Herkunft des NSCs. Bevor ich den Namen suche, da werde ich dann auch immer die Namenssuche innerhalb des Kulturkreises

00:12:24: David: Mhm.

00:12:24: Oliver: starten und da sehr, sehr stark auf Kohärenz achten.

00:12:28: David: Mhm. Und ein zweiter Punkt bei mir ist auch, dass ich eigentlich immer versuche. Außer es passt einfach zur Figur. Nicht, dass ich immer versuche, auch einen Nachnamen zu generieren und mir zu überlegen, dass natürlich dann auch Kultur passt, zur Kultur passt. Manchmal ergeben sich dann auch so ganz abgefahrene Sachen draus, dass ich mir überlege, warum heißt diese Person so mit Nachnamen? Ähm, also jetzt nicht nur Müller, Schneider etc. dann auch in den verschiedenen Sprachen dann vielleicht übersetzt, sondern vielleicht ist es dann einfach so was wie ähm, dass das so Patronyme gibt, dass die, dass die, dass die Menschen mit Nachnamen so heißen nach ihren Vätern oder nach ihren Müttern

00:13:02: Oliver: Ja.

00:13:03: David: oder ähnliche Dinge oder nach ihrem Ort und also da verwende ich dann doch relativ viel Zeit drauf auch

00:13:10: Oliver: Ja.

00:13:10: David: dann oder Oder Gedanken drauf. Ja.

00:13:13: Oliver: Genauso geht es mir auch jetzt hier in unserem Beispiel habe ich mit Absicht nur einen Namen genommen,

00:13:18: David: Mhm.

00:13:18: Oliver: weil ein einfacher Menschenjäger. Das hört sich an, eher nach einem Einzelgänger, nach

00:13:23: David: Mhm.

00:13:23: Oliver: eher einem Shady Milieu und da ist so ein bisschen so für mich so dieser das hat sich für mich nach so einem einen Namens Ding einfach angefühlt.

00:13:32: David: Mhm.

00:13:33: Oliver: Aber bei dem Nachnamen bin ich völlig bei dir. Also auch da wieder, wenn der Kontext stimmt. Also wenn ich das gewusst hätte, dass ein Adliger oder es handelt

00:13:40: David: Mhm.

00:13:40: Oliver: sich ich sage jetzt mal, in meiner Welt haben dann natürlich auch Elfen meist sehr so die sozusagen patriarchale Linie abdeckende

00:13:50: David: Mhm.

00:13:51: Oliver: komplizierte Namen. Oder man kennt es auch bei den Zwergen, die dann irgendwie Sohn von heißen Pipapo. Lange Rede, kurzer Sinn hätte das jetzt für mich gepasst in den Parametern hätte ich mit Sicherheit auch einen Nachnamen mir überlegt, aber das war jetzt für mich an der Stelle emotional, wie ich den Charakter so auf den ersten Snapshot gefühlt habe, den ich da bauen soll. Tatsächlich ein einen Namen scharakter und eine ganz bewusste Entscheidung, nur einen

00:14:13: David: Ja.

00:14:13: Oliver: zu nehmen.

00:14:14: David: Ja.

00:14:14: Oliver: Ja.

00:14:15: David: das glaube ich auch. Ein gutes Take away. Einfach so? Wer ist der Charakter? Das kann sich natürlich auch einfach aus der Namensgebung ergeben. Also vielleicht fällt einem

00:14:21: Oliver: Ja.

00:14:21: David: nur ein Vorname ein und dann hat man schon so ein bisschen einen Hinweis darauf. Also wenn man sozusagen umdreht,

00:14:25: Oliver: Ja.

00:14:26: David: einfach so, wie wir es jetzt machen, ne, äh, bottom up oder top down und

00:14:30: Oliver: Ja.

00:14:30: David: dann kann man es einfach umdrehen und daraus ergibt sich dann vielleicht auch wieder Charakter, dann auch. Ist so aus dem Namen

00:14:35: Oliver: Ja.

00:14:35: David: heraus.

00:14:35: Oliver: Genau.

00:14:35: David: Ja. Ja.

00:14:38: Oliver: Jetzt kommt mein zweiter Teil. Was ich jetzt tue, ist verfeinern. Das heißt, ich gehe jetzt in eine Research Phase rein.

00:14:47: David: Mhm.

00:14:47: Oliver: Und das bedeutet für mich, ich habe jetzt eine grobe Idee, was für einen Charakter ich brauche und jetzt will ich den in meiner Welt. In dem Fall ist es ja eine Fantasiewelt. Würden wir jetzt Delta Green Cthulhu spielen in der echten Welt, würde ich tatsächlich einen Research über historische Fakten oder sonst was reingehen, um zu schauen. Passt mein Name zu dem, was dort dahinter steckt. Also jetzt mal als Beispiel. Um beim Keltischen zu bleiben wird es hier um einen Schotten handeln? Würde ich tatsächlich gucken, was sind echte schottische Clansnamen und nicht irgendwie Mac Snuggles rein erfinden, sondern wird halt gucken was sind echte schottische Clans Namen? Wo passt das rein etc. Welche Bedeutung hat dieser Clan in der schottischen Gesellschaft in der Zeit wo wir spielen? Weil es natürlich auch keinen Sinn macht dort Namen zu verwenden von Clans, die riesig viel Einfluss oder sonst was haben. Wenn ich dort irgendwie einen Sprössling von einem verarmten Landadel mimen will. Also das ist das Ding. In unserem Fall habe ich jetzt schon mal so nebenbei eine Webseite aufgemacht, weil für mich ist es erstmal interessant, welche Kulturen auf Faerun sind denn eigentlich inspiriert von keltischem Einfluss? So, also ich mache Research entweder in der echten Welt für solche Settings oder in den Fantasymaterialien, die mir zur Verfügung stehen, um es dann halt mit der Welt, die ich ausgewählt habe, konsistent zu machen. So und ich habe es mal geschaut auf verrohen, was dort ganz gut passt, was mir auch sehr gut gefällt, weil wir gleich noch das lustige Substantiv haben, sind die Monche Isles.

00:16:23: David: Ja.

00:16:23: Oliver: Ja, und das ist erstmal so dahingestellt. Ich werde jetzt hier live natürlich nicht bis zum Exzess betreiben, aber ich würde jetzt natürlich schauen, was kann ich in meinen Materialien über die Monche Isles und im Internet darüber erfahren? Was ist da so typisch? Ich würde natürlich gucken, es soll ein einfacher Menschenjäger sein. Ich würde dann zum Beispiel schauen, mit was für Waffen kämpfen die? Sind die überhaupt eher Krieger? Eher Händler? Gibt es eventuell schon in der Literatur dokumentierte Gruppen oder Gilden? Nenne ich es jetzt mal, die eventuell so eine Art von Charakter supporten könnten. Also ich mache mich dann so, versuche mich so richtig schlau zu machen über diesen Hintergrund, fiktional oder real, je nachdem vom Setting abhängig. Und hier Übrigens kann es ja sein, dass ich rausfinde, dass ich ich weiß es jetzt nicht, dass es einfach nur daher gesagt,

00:17:15: David: Mhm.

00:17:15: Oliver: dass vielleicht in diesem Kulturkreis, der uns als Menschen Beinamen haben, so wüsste ich dann jetzt okay, unser Chrome, der darf nicht nur so heißen, sondern er muss vielleicht heißen Chrome, der Menschenjäger, sage ich

00:17:27: David: Mhm.

00:17:27: Oliver: jetzt mal, also

00:17:27: David: Mhm.

00:17:28: Oliver: das könnte so Ergebnis meines Researchers sein. Das hat zwei Bewandtnisse. Die erste ist, ich suche nach Hooks, die mir helfen, den NSC weiter im Sinne der Konsistenz der Welt auszugestalten und ich suche nach neuen Anhaltspunkten, um diesen Charakter dann auch besser im Sinne von seinem tatsächlichen Profil auszugestalten. Ja, wie

00:17:51: David: Mhm.

00:17:51: Oliver: siehst du das? Ist Research auch dein nächster Schritt oder wie würdest du dann als nächstes rangehen?

00:17:56: David: Ja, schon. Also, ich würde es, glaube ich, nicht Research nennen. Außer jetzt tatsächlich. Wenn es dann wirklich super relevant wird, dass ich tatsächlich Research mache. Also, dass ich dachte, ich dann so reingehe und noch mal nachlese. Meistens ist es halt Entweder habe ich die Kultur sowieso schon, weil ich sie selbst entworfen habe oder weil ich mir selbst darüber Gedanken gemacht habe. Ist es sowieso im Hinterkopf. Oder es ist halt was, was ich dann on the spot einfach neu erfinde. Aber grundsätzlich

00:18:20: Oliver: Mhm.

00:18:20: David: ist es der gleiche Schritt. Also ich weiß nicht, ob das jetzt der zweite Schritt ist. Bei mir ist es dann eher noch so ein bisschen hin und her.

00:18:25: Oliver: Mhm.

00:18:26: David: Außer dem Unterschied, dass wir beide also außer dem Punkt, dass wir beide den Namen als erstes haben, oft genau aber. Also grundsätzlich würde ich das dann auch mir überlegen. Also wie ist er in seiner Kultur? Dieser Charakter? Ist er in seiner Kultur so verortet? Wächst daraus irgendwas besonderes für den das Wir, das wir verstehen können, dass wir den Charakter besser verstehen können, Dass wir da direkt was ableiten können über sein Verhalten, über sein Aussehen, über seine, über Sein, vielleicht auch seinen Nachnamen. Genau, was du genannt hast, was irgendwelche

00:18:56: Oliver: Mhm.

00:18:56: David: Sachen, die er dabei hat etc..

00:18:59: Oliver: Also, Research ist für mich alles. Wo ich halt Ähm, dann externe Informationen dazu.

00:19:05: David: Ja.

00:19:05: Oliver: Und ich muss sagen, das ist für mich als großer Sammler von Rollenspielen weniger Leser, aber großer Sammler von Rollenspielen. So mein kleiner Spaß, Weil es mir dann wirklich Spaß macht, halt in diese Literatur einzutauchen und gezielt für diesen Zweck, für diesen NSC Details raus zu legen. Also ich habe nicht die ganze Welt tatsächlich im Kopf, deshalb verlasse ich mich da auch sehr, sehr gerne auf externes Material, weil es mich irgendwie sehr freut, wenn ich was Gutes finde in diesem Material, was mich dabei unterstützt in meiner Kreativität. Und außerdem, ich sag mal so ein bisschen Return on Invest in meine riesige Buchsammlung, die sonst einfach völlig unbenutzt existiert. Deshalb Research in der echten Welt. Natürlich finde ich noch mal viel krasser, weil man leider oder wie soll man sagen erstaunlicherweise sehr häufig viel krassere Sachen in der Geschichte der Menschheit findet, als man sich selbst jemals hätte ausdenken können. Deshalb ist so mein mein erster Ansatzpunkt eigentlich echt, wie ich es jetzt gemacht habe eine Google Suche. Also manche können es vielleicht mittlerweile mit mit KI machen, aber für mich ist diese Google Suche rein zu gehen. Sag mal welche der Verunkulturen ist denn so? Weil für mich ist es halt auch so, dieser Charakter den du mir es definiert hast mit deinen Antworten, ist so ein ähm wie heißen die Ronin oder wie heißen die bei den

00:20:28: David: Hm.

00:20:29: Oliver: Bikergangs? Ein Nomad, also jemand, der durch die Gegend zieht. Deshalb habe ich jetzt gesagt, dass es gar nicht so wichtig, dass es eine Kultur ist, die ich jetzt schon etabliert habe, in der die Spieler jetzt schon unterwegs sind. Der kann von überall herkommen. Und dieser Hook, dass der Name für mich so irgendwie keltisch klingt usw und dass ich deswegen eine Kultur auf Heroen suche, die eher keltisch ist. Das ist so ein schönes Beispiel dafür, wie so meine Assoziations und dann auch Rechercheketten funktionieren. Die Kette

00:20:56: David: Hm.

00:20:56: Oliver: selbst, die funktioniert nie gleich, aber nach dem Namen kommt das, was ich jetzt erstmal ebenso für mich als Research bezeichnet

00:21:03: David: Mhm.

00:21:03: Oliver: habe. Na

00:21:03: David: Mhm.

00:21:04: Oliver: so was ich jetzt wie gesagt mal, ich will es hier nicht ausdehnen. Natürlich in einem echten. Je wichtiger der NSC ist, desto mehr mache ich da auch jetzt. Für unser schönes Beispiel finde ich es einfach klasse, dass es sich um Inseln handelt, weil ich da schon das Wort Brackwasser im Hinterkopf habe und da

00:21:21: David: Hm.

00:21:21: Oliver: denke ich ganz gut was draus machen kann. Also Research Phase jetzt für unser unseren Schulterblick erstmal abgeschlossen. Wir wissen also, woher er jetzt kommt und ich stelle mir das eben in so eine Art keltisch. Insulanen Kontext jetzt vor. Da ist also unser Cromlech hat da jetzt noch ein bisschen mehr bekommen als eben nur einen Namen und so ein bisschen eine grobe Beschreibung. Und jetzt kommt eine Sache, da bin ich gespannt wieder, wie überrascht du davon bist.

00:21:47: David: Mhm.

00:21:49: Oliver: Der nächste und dritte Schritt für mich, so ein NSC zu erstellen, den habe ich genannt die Sprachprobe. Das bedeutet.

00:21:56: David: Aha.

00:21:59: Oliver: Ich versuche so zu sprechen, wie ich mir vorstelle, dass dieser NSC spricht. Und tatsächlich kann es zu merkwürdigen Selbstgesprächen unter der Dusche oder auf dem Klo oder sonstwo führen. Aber ich versuche jetzt schon mal durch diese Sprechweise usw besser zu verstehen, wie sich dieser NSC anfühlt. Überrascht dich das?

00:22:21: David: Vielleicht ein bisschen. Dass es tatsächlich also für das. Dass du so viel zeit und und wir hatten in einem vorherigen Podcast den Begriff Aufwand verwendet, dass du so viel Zeit und Aufwand verwendest dafür. Dass du dir Gedanken darüber machst, wie die sprechen. Das überrascht mich jetzt nicht so sehr. Ich mache das nicht. Also meistens habe ich einen relativ klaren, klare Vorstellung in meinem Kopf, wie diese Personen sprechen und dann setze ich mich damit an den Tisch und dann kommt halt das raus, was da raus kommt.

00:22:55: Oliver: Für mich ist eher wichtig und das habe ich mir aus einem Interview von Arnold Schwarzenegger nämlich abgeguckt, diese Methodik der Sprachprobe, weil der mal zum Film Terminator, der einer seiner ich sage mal Karriere weisenden Megaerfolge war. Sowohl die Schreiber als aber auch er als Schauspieler sich sehr, sehr viel Gedanken darüber gemacht haben, Wie sprachlich diese Rolle dieses Androiden, dieses Roboters unterstützt werden kann. Man

00:23:26: David: Hm.

00:23:26: Oliver: macht sich ja immer so ein bisschen lustig Oh, der Arnold kann nicht schauspielern, kann ja nur zwei, drei Worte. Und dann noch sein österreichischer Akzent, der zum Terminator. Was ganz Spannendes gesagt. Diese Art, wie er redet. Ja, diese roboterhafte Weise, diese Ausdrucksweise, die hat auch dieses monoton Abgehackte, wie er spricht usw. Das ist tatsächlich ganz organisch entstanden aus der Beschäftigung von Arnold Schwarzenegger mit dieser Rolle. Ja, also

00:23:49: David: Hm.

00:23:50: Oliver: so hat das gesagt. Und wenn man dann sich mal Kritiken und auch so ich sag mal Filmanalysen anschaut, aber auch die eigene Wirkung des Films auf einen, dann muss man einfach sagen, dass diese Ausdrucksweise und dieses Fremde und Fremdartige und Robotische, was da eben rübergebracht wird, tatsächlich einen maßgeblichen Anteil hat, wie dieser Charakter in dem Film funktioniert und auch tatsächlich zu Zitaten geführt hat, die in der Popkultur bis heute Relevanz haben. Und ganz anders, als es super elaborierte Schauspielerrollen oft machen. Und dieses Ikonische gerade bei so einem Charakter wie den ich mir hier vorstelle, den Comic, glaube ich, dass ich eine gewisse ikonische Ausdrucksweise brauche, um den am Spieltisch rüberzubringen. Und es ist nicht so, dass ich mich jetzt hinsetze und mit Absicht stundenlang da irgendwie Zeit verbringe mit Sprachproben. Mein Gehirn ist eh so gepolt, dass wenn mir langweilig ist, ich mich mit mir selbst unterhalten muss, weil sonst irgendwie mir einfach viel zu langweilig ist. Und ich nutze diese Zeit der Selbstunterhaltung auf der Dusche, auf dem Klo. Ja, um tatsächlich Dialoge mit mir selbst zu führen für wichtige NSCs. Das mache ich nicht für jeden, das mache

00:25:04: David: Klar.

00:25:04: Oliver: ich für NSCs, die einen Eindruck hinterlassen sollen. Zum Beispiel Heil dir! Erinnerst du dich vielleicht mal dran? Oder auch den guten Reinhard Reinhart galt usw. Das sind teilweise Charaktere, die mit denen habe ich mich mit mir selbst bereits unterhalten, weil ich

00:25:23: David: Mhm.

00:25:23: Oliver: das super wichtig finde, diese Differenzierung am Spieltisch hinzukriegen und allein schon durch solche Sachen. Und da geht es um die weniger um Dialekte. Aber es geht um Sprachweisen. Es

00:25:34: David: Mhm.

00:25:34: Oliver: geht darum, ob sie gewisse Floskeln und Worte verwenden. Ist. Bei Chrome zum Beispiel würde ich mir schon überlegen, dass der so eine Art Catchphrase hat, die entweder zum Beispiel zum Einsatz kommt, bevor er in den Kampf geht oder die vielleicht zum Einsatz kommt, nachdem er einen Kampf erfolgreich beendet hat. Er jagt die Menschen ja wahrscheinlich nicht, weil er einen persönlichen Groll hat, sondern er jagt die, wahrscheinlich, weil er entweder den Auftrag dazu hat oder weil es irgendeinen übergeordneten Grund dafür gibt. Und um halt auszudrücken, dass er eben nicht in Hass tötet oder mit einer Feindschaft, sondern eigentlich in der vollständigen Zweckmäßigkeit. In seiner ich nenne es jetzt mal abstrusen, absurden Welt würde

00:26:20: David: Hm.

00:26:20: Oliver: ich hier jetzt ganz stark versuchen vom Klang her usw mir eine Floskel auszudenken, die er spricht, sobald er einen Gegner zur Strecke gebracht hat. Und jetzt würde ich tatsächlich hingehen und auch das auf dem Klo sitzend in der für mich vielleicht Stimme oder Tonlage, die ich mir kaum vorstellen. Ich stelle mir das eher mit einer tiefen Stimme vor, die aber leise und ruhig spricht. Also kein irgendwie polternder, ähm, Kraftmensch, sondern eher sehr ruhig und. Fast sakral. Weil das für ihn so ein ähm, ja, ein Leben beenden, der einen Auftrag beenden, der einen die Welt verändern der Arktis. Und ich glaube, ich würde jetzt zum Beispiel in meinem Research noch mal gucken, was sind dort für Götter unterwegs oder ähnliches und würde dann wahrscheinlich so Sätze üben wie ähm, möge deine Reise zu XY. Ereignisfrei verlaufen, Weil ich mir halt auch denke, die Iren zum Beispiel, die haben ja diese verrückten Flüche und Sprichwörter wie Möge die Straße vor dir steht keine Ahnung bergab gehen oder sowas. Ja, sowas würde ich mir das ausdenken und tatsächlich sprechen. Immer wieder versuchen. Wie spricht er? Und damit dann auch wende ich den am Spieltisch bringe, wird dieser NSC dann halt kein langer Palaver sein mit heller Stimme, sondern er wird dann wahrscheinlich in kurzen Worten angebunden. Jedes Wort wird Bedeutung haben. Er wird es wahrscheinlich mit einem eher tiefen Tonalität sprechen. Er wird wahrscheinlich versuchen. Einfache Fragen einfach zu beantworten Ja nein oder etwas in der Art und er wird halt am Ende seines Kampfes dann eben so eine Art ähm, ja, Gebetsfloskel sprechen. Und das übe ich tatsächlich, weil dieses Sprechen und sich mit dem Unterhalten in meinem eigenen Kopf tatsächlich dazu führt, dass die besten NSCs daraus werden. Also du kannst dir nicht vorstellen, welche genialen Reden Reinhard Galt schon geschwungen hat, wo dir

00:28:26: David: In

00:28:26: Oliver: wahrscheinlich

00:28:26: David: deinem Kopf?

00:28:27: Oliver: vor Hass die Fingernägel nach oben rollen. Und das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt, um diesen NSC zu finden. Disclaimer Das mache ich natürlich nur für wirklich wichtige NSCs in der Spielwelt und mit einem Alliierten der NSCs ist damit diese Wichtigkeit gegeben. Der wird öfter auftauchen, der wird eine Rolle spielen, sonst würde ich ihn gar nicht machen. Und da ist das für mich ein ganz wesentlicher Punkt, um diese Rolle zu fühlen und besser zu verstehen, was den NSC ausmacht. Und ehrlich gesagt, aus diesen Gesprächen entstehen in meinem Gehirn so viele Hooks und Assoziationen, dass ich den am Spieltisch perfekt durch improvisieren kann, egal welche Situation kommt, weil ich ihn irgendwie, ja gefühlt mich wirklich mit ihm unterhalten habe. Das

00:29:08: David: Ja.

00:29:09: Oliver: vielleicht zu meinem CrazyMind.

00:29:11: David: Aber das ist, glaube ich, diese letzte Punkt. Vor allem das lässt sich übertragen und generalisieren auf alles, was wir besprechen. Auf alles. Je mehr

00:29:18: Oliver: Hm.

00:29:18: David: du Verständnis hast, je mehr du dich beschäftigt hast mit deiner Welt, mit den Kulturen in der Welt, mit den Religionen, in der Welt, mit den Völkern, in der Welt, mit den Prinzipien, nach denen die Welt funktioniert, desto leichter wird die Improvisation. Und dann brauchst du auch für die Improvisation irgendwie keine Tabellen mehr oder du brauchst keine Vorlagen mehr für Improvisation am Tisch. Das ist jetzt ein kleiner Exkurs,

00:29:41: Oliver: Hm.

00:29:41: David: klar, aber das lässt sich wirklich auf alles übertragen. Wenn du verstanden hast, wie deine Welt funktioniert, dann improvisierst du wie ein Großer.

00:29:50: Oliver: Bei mir ist auch weniger, dass ich mich jetzt unbedingt vorbereiten will widerspricht. Das ist eher tatsächlich so eine Art Kreativitätstechnik, die mir super hilft,

00:29:56: David: Ja.

00:29:57: Oliver: diesen NSC weiter auszustatten. Und jetzt Übrigens habe ich den Punkt, den ich ganz gerne noch hier mit Research und der Sprachprobe verbinde, weil wir haben ja gerade im Research jetzt rausgefunden, dass der kommt von den Monfils. Und

00:30:12: David: Mhm.

00:30:12: Oliver: in der Sprachprobe habe ich gesagt, ich hätte ganz gerne so eine Art Signature Spruch für diesen Charakter und du hast mir das lustige Substantiv Brackwasser gegeben.

00:30:23: David: Aha.

00:30:23: Oliver: Und jetzt hat mein Research ergeben herausgefunden, dass auf dem Isles die Farif Bucht bei der Stadt Fairview dafür bekannt ist für The Merci ICE Cold Waters of the Bay. Also so it's have grown dark and promoted. Also sprich, da wird nicht mehr gefischt, das ist richtiges Dreckwasser. Und natürlich ist dann noch viel schlimmer das Hafenwasser, das Brackwasser in Fairview. Und dann habe ich mir gerade überlegt spontan, dass also der Signature Spruch von Cromlech der sein wird, wenn er so wirklich beleidigend sein will, Also so ein richtiger. Wenn er wirklich da einem ans Leder möchte, wird er sagen Mögest du mit gebrochenem Rückgrat im Brackwasser von Fairview ersaufen. Ja, das ist der Signature Spruch, den

00:31:15: David: Sehr schön.

00:31:15: Oliver: ich mir jetzt gerade aus dem Substantiv genommen hat. Und das finde ich, passt super. Das verbindet diese Art von ich sag mal weirden keltischen Flüchen und und und und Segnungen. Ja, also ein bisschen länger eine kleine Geschichte erzählen. Es baut die Herkunft des Charakters nochmal mit ein. Eins Aus meinem Research kommt ein Details dieses besonders verseuchten Areals und es checkt die Box der Herausforderung, die du mir gegeben hast. Das Substantiv Brackwasser sinnvoll in diesen NSC einzufügen.

00:31:44: David: Ja, Ja. Schön cool. Gefällt mir gut.

00:31:48: Oliver: Next Step, den ich jetzt habe. Also, wir

00:31:49: David: Aha.

00:31:49: Oliver: wissen jetzt, woher er kommt, was er so macht, wie er heißt, wie er ungefähr spricht. Und jetzt der Punkt, wo ich versuche, ein Bild zu finden oder zu generieren, das diesen NSC visualisiert. Für

00:32:02: David: Mhm.

00:32:02: Oliver: mich und später am Tisch.

00:32:04: David: Mhm.

00:32:04: Oliver: Wann kommt bei dir denn das Thema Bilderstellung oder Research? Ich weiß ja, dass du auch gerne mit Bildern arbeitest.

00:32:10: David: Ja.

00:32:10: Oliver: An welcher Stelle steht es bei dir?

00:32:13: David: Ähm. Das ist total unterschiedlich. Manchmal habe ich einfach ich. Ich habe nur noch aus der Zeit. Vor KI generierten Bildern habe ich so eine relativ große Sammlung von Bildern, die ich einfach mal so von den verschiedenen Bilddatenbanken im Internet, deviantart, Pinterest und was es da so alles gibt, mal so zusammengesucht habe. Einfach von Figuren, die in so eine Fantasiewelt wie Fantasykampagnen, in denen ich oder wo die wo die Fantasykampagnen die ich spiele. da vielleicht ich mich bedienen kann. Einfach mal so eine Sammlung gemacht. Und manchmal ist es tatsächlich so, dass ich einfach mal so durchscrolle und das kommt dann tatsächlich noch vor dem Namen, dass ich einfach

00:32:49: Oliver: Hm?

00:32:49: David: eine Idee für einen Charakter habe, basierend auf einem Bild. Aber das ist. Das passiert normalerweise nicht so oft. Dann tatsächlich Bilder nutzen für die Gestaltung des Charakters mache ich dann relativ selten als sozusagen Forschritt. Also das ist dann eher so, dass ich dann was suche, nachdem ich mir schon relativ klar ein Konzept gemacht habe, wie der Charakter sein soll. Und die dritte Frage ist dann was mache ich mit den Bildern? Und ich bin mittlerweile gerade bei so Delta Green Sachen Investigations Sachen tatsächlich dazu übergegangen, gar keine Bilder mehr zu zeigen, außer das Bild kommt als Bild auch in der Geschichte vor. Also zum Beispiel die Agenten in der Delta Green Zelle kriegen eine Akte, wo dann einfach ein Bild von

00:33:34: Oliver: Ja.

00:33:35: David: drin ist in der Akte. Dann kriegen Sie das Bild. Aber ich zeige sonst keine Bilder mehr am Tisch.

00:33:40: Oliver: Ähnlich ist es bei mir auch. Ich mache mir nicht die Mühe, jeden NSC zu zeigen, wie er aussieht. Aber

00:33:45: David: Ja.

00:33:46: Oliver: bei wichtigen NSCs und gerade dann, wenn wir auch bloggen, habe ich schon für jeden ein Bild. Ja, ist ja auch mittlerweile dank KI nochmal viel einfacher geworden.

00:33:53: David: Absolut.

00:33:54: Oliver: Ich brauche das Bild tatsächlich dann auch hauptsächlich für mich, um

00:33:57: David: Mhm.

00:33:57: Oliver: den Charakter weiter zu verfeinern, weil mit dem, was ich dort jetzt bis jetzt erarbeitet habe, hilft mir es jetzt Bilder zu finden oder Bilder zu generieren, die Details hinzukriegen. Also was heißt denn eigentlich keltisch? Ich bin jetzt kein ausgewiesener Experte für keltische Kultur. Ich weiß, dass da diese diese Knoten gibt und dass das keltische Kreuz gibt. Und ich kann mir so ein bisschen vorstellen, wie es aussieht. Aber man ist oft überrascht, wenn man so Sachen research geht. Was wirklich dahinter steckt. Beispielsweise, dass die Wikinger in der Lage waren, so Kleidung herzustellen, die neoprenartige Eigenschaften hatte oder ähnliches. Das habe ich nicht parat in meinem Hinterkopf bisher gehabt, aber durch Research halt so was gelernt. Und so helfen mir die Bilder dann, diesen Charakter so ein bisschen besser zu beschreiben. Vielleicht kommt dann da jetzt zum Beispiel beim Cromlech einer raus, der einen Kilt trägt und dann kann ich das Bild verfeinern. Kann ich jetzt sagen, okay, ich weiß, Tartanstoffe haben eine Bedeutung, jeder Clan hat seinen eigenen Tartanstoff usw usw so muss es dann also auch hier vielleicht in meiner Welt sein. Finde ich eine ganz neue Idee. Und dann würde ich zum Beispiel gucken jetzt mithilfe von KI, dass ich diesen TartanStoff anpasse, die Farben zum Beispiel anders definiere oder mir vielleicht sogar eine Stoffprobe im Internet suche und das dann darauf projiziere, weil dieses Visuelle Gestalten des Bildes am Ende ist für mich ein sehr stark visueller Mensch.

00:35:22: David: Mhm.

00:35:23: Oliver: So der letzte Feinschliff. Diesen Charakter so richtig ins Leben zu holen.

00:35:27: David: Mhm. Ja, total. Wie viel ist denn genug deiner Meinung nach? Als es auch in der Beschreibung, wenn der Charakter dann am Spieltisch auftaucht. Also was? Was beschreibst du dann? Also.

00:35:38: Oliver: Gute Frage, David. Da kommen wir nämlich jetzt zu meinem nächsten Punkt.

00:35:42: David: Aha.

00:35:45: Oliver: Nachdem ich das Bild habe. Komme ich zum Punkt der wesentlichen Eigenschaften. Damit

00:35:50: David: Okay.

00:35:50: Oliver: meine ich nicht Eigenschaften im gamistischen Sinne, sondern

00:35:53: David: Ja, also nicht Attribute,

00:35:54: Oliver: eben

00:35:54: David: Skills und so?

00:35:55: Oliver: genau die Eigenschaften, die dieser Charakter mitbringt. So, und jetzt habe ich mir wie gesagt schon überlegt, wie er spricht, wie er aussieht, was er so ist. Ich stelle mir eben eher einen Einzelgänger vor, der viel gesehen hat, eher aus einer kühlen, von der Farbwelt her so eher Blaugrauen Kultur kommt also nicht wie so ein

00:36:16: David: Hm.

00:36:16: Oliver: heißer Wüstensand, sondern eben sowas. Und jetzt überlege ich mir, wenn ich diesen Charakter das erste Mal sehe, welche Eigenschaften kommen dann rüber? Und das wird mit Sicherheit sein Körperbau sein, weil

00:36:29: David: Mhm.

00:36:30: Oliver: er für mich Menschenjäger. Ich habe beim Militär mal eine Zeit lang mit den US Rangers verbracht und habe dabei kennengelernt, dass diese. Ähm, das sind ja letztendlich in Anführungsstrichen Jäger, die also leichte Infanterie, die sich schnell bewegt, die also auch hinter feindlichen Linien schnell zu. Also ich sag mal ein realwelt Synonym vielleicht für so etwas wie unseren Menschenjäger und das sind eher drahtige kleine. Also in Amerika waren es sehr stark so Latinos, Mexikaner

00:36:59: David: Hm.

00:36:59: Oliver: usw, die diese Ranger verkörperten. Deshalb wäre für mich jetzt dieser Charakter tatsächlich körperlich eher ein sehr drahtiger, leichter Typ.

00:37:12: David: Mhm.

00:37:12: Oliver: Und jetzt kommt das, was ich eben gesagt habe wie ich mir seine Stimme vorstelle, die steht im totalen Kontrast dafür. Und genau das wäre jetzt zum Beispiel eine Eigenschaft, die ich den Spielern als erstes nennen würde in der Beschreibung, so dass ihnen das so auffällt, dass also die Stimme das aus einem erstaunlich drahtig sportlichen Körper eine erstaunlich tiefe Stimme rauskommt. Weil A Ist das dieser Kontrast? Das ist total spannend, wenn ich dir diese Information sage. Ich wette, die kannst du dir morgen noch merken. Ja,

00:37:39: David: Ja.

00:37:40: Oliver: wenn

00:37:40: David: Ja.

00:37:40: Oliver: ich dir jetzt einfach nur sagen würde Ja, er hat grüne Augen und er hat braunes Haar zu einem Zopf gebunden und er trägt einen. Und ich laber dich jetzt eine Viertelstunde voll mit, was der genau anhat usw. Wenn ich dich in drei Minuten frage, kannst du mir vielleicht noch die erste Sache nennen, die ich, ohne dass ich deine geistige Kompetenz infrage

00:37:59: David: Ja.

00:37:59: Oliver: stelle? Aber so funktioniert ja unser Gehirn.

00:38:01: David: Ja,

00:38:01: Oliver: Das

00:38:01: David: Ja.

00:38:01: Oliver: heißt, bei den wesentlichen Eigenschaften würde ich mir jetzt genau das und auch nur das vorher überlegen, was einen bleibenden Eindruck hinterlässt und alles andere improvisiere ich während der Session usw. Es kann Ausnahmen geben. Es kann zum Beispiel sein, dass jetzt anstelle seines Habitus und seines Kontrastes Stimmtiefe zu Körpergröße vielleicht eine besondere Waffe oder besondere Kleidung, ein Wappen, was er auf der Brust trägt oder sein besonders oder vier besonders güldenes Haar oder was auch immer. Für mich ist es für mich dieser Kontrast aus diesem drahtigen, superschnellen, super agilen Typ und dieser erstaunlich tiefen Stimme, die aus diesem Körper kommt, die man eher so einem klassischen Bariton mit ein bisschen Leibesfülle zurechnen würde. Das ist das, was ich mir für ihn ausgedacht habe.

00:38:53: David: Ja.

00:38:53: Oliver: Macht es Sinn? Beantwortet das deine Frage, was ich so an ich sag mal Merkmalen brauche für so eine, für um die den Charakter vorzustellen?

00:39:02: David: Ja, Die erste Hälfte hast du auf jeden Fall beantwortet. Die Frage ist natürlich, was machst du dann am Spieltisch? Also wie viel kommt dann noch dazu? Also beschreibst du dann noch Augen? Beschreibst du dann noch irgendwie besonderes Kleidung beschreibst du dann noch irgendwie vielleicht auch noch andere Sinneseindrücke. Also sehen ist ja das eine und das ist natürlich

00:39:17: Oliver: Ja.

00:39:17: David: super wichtig, aber

00:39:18: Oliver: Ja.

00:39:19: David: es macht ja Sinn. Und ich habe auch gleich ein schönes Beispiel, zum Beispiel auch den Geruch darzustellen, wenn das denn was ist, was vielleicht relevant ist, was besonders ist. Und du

00:39:28: Oliver: Definitiv.

00:39:28: David: hast ja gesagt, du

00:39:29: Oliver: Und

00:39:29: David: hast

00:39:29: Oliver: da.

00:39:29: David: ja auch richtig gesagt wesentliche Eigenschaften.

00:39:32: Oliver: Er?

00:39:32: David: Nee,

00:39:32: Oliver: Ja.

00:39:32: David: und wenn ich ganz kurz darauf noch ausholen. Also ich erinnere mich an diese kurze Kultrunde, die wir gehabt haben in in der Zeit, wo wir online gespielt haben, glaube ich das einzige Mal, dass wir überhaupt online gespielt haben. Und ich erinnere mich noch so, so deutlich Du hast gespielt und wir sind dann also mit unserer kleinen Gruppe von drei, dem dem dem Schicksal Geweihten in das Zimmer von so einem Toten gegangen, der da also schon seit Wochen oder sowas liegt. Und du hast dieses dieses Zimmer beschrieben und diesen Teil gegen sauren Geruch dieses Körpers beschrieben und den habe ich noch immer. Jetzt habe ich den sozusagen noch in der Nase, obwohl meine Nase ein bisschen verstopft ist. Aber ich glaube, mit Geruch, mit. Mit Geräuschen, mit Fühlen kann man auch so viel ausdrücken. Und dann ist natürlich die Frage wie viel ist Vorbereitung, wie viel kommt dann auch am Spieltisch und wie viel kann man dann überhaupt noch erzählen am Spieltisch? Also es sind eigentlich drei Fragen auf einmal.

00:40:27: Oliver: Also ganz klar natürlich. Wenn es wichtig ist für den NSC, bin ich alle Sinne ein, das ist ganz klar. Ja, was du jetzt beschrieben hast, ist ja eher eine Szene, wo ich tatsächlich

00:40:39: David: Klar.

00:40:39: Oliver: immer alle Sinne versuche mit einzubeziehen und das auch in einer Reihenfolge, wie sie, ich sag mal auch von uns verarbeitet wird, weil zum Beispiel ein Geruch, den nimmst du sofort instant wahr. Ja, ein Geräusch

00:40:51: David: Ja.

00:40:51: Oliver: hörst du? Sofort. Eine optische Beobachtung, gerade in einer komplexen Lage dauert länger. Und das versuche ich bei so einer Szenerie natürlich immer zu machen. Beim NSC, wie gesagt, versuche ich auch alles abzudecken. Das heißt, wenn jetzt hier unser Cromwell zum Beispiel nach etwas Besonderem riecht, weil er

00:41:07: David: Nach

00:41:07: Oliver: sich zum Beispiel

00:41:07: David: Brackwasser

00:41:08: Oliver: immer mit

00:41:08: David: zum

00:41:08: Oliver: einem

00:41:08: David: Beispiel.

00:41:09: Oliver: bestimmten nach Brackwasser oder auch vielleicht nach einer Salbe, die die er verwendet, um mit Absicht zum Beispiel in der Umgebung eine Art Geruchs Tarnung herbeizuführen. Das sind so Dinge, die würde ich dann immer mit ins Kalkül ziehen. Und tatsächlich, was mache ich im Spieltisch? Also zum Beispiel die Augenfarbe. Wenn die nicht von Anfang an wichtig ist, kommt die erst zur Sprache, wenn ich die brauche. Also ich sag mal so wenn man beispielsweise jetzt mit diesem neuen Ally in eine Situation kommt und merkt, diese ansonsten eher sakral besonnene, ruhige jeder Bewegung ist durchdacht wie die eines Kommandosoldaten ja plötzlich in eine Situation kommt, wo sich sein Blick weitet, wo vielleicht aus einer Emotion wie Angst oder Hass heraus, was man von ihm nicht erwartet, die Augen eine ganz wesentliche Rolle spielen. Dann kommt die Farbe ins Spiel, weil ich sie brauche. In dem Moment vorher völlig wurscht, weil die Spieler können sich eh nicht merken. In unserer Wahrnehmung sind nur dann blaue Augen wichtig, wenn sie für den Charakter relevant sind.

00:42:16: David: Ja.

00:42:16: Oliver: Also wenn ich als Beispiel die Schönheit eines Barden beschreiben will, damit eine meiner Spielerinnen den als attraktiv wahrnimmt. Das wäre zum Beispiel etwas, wo ich dann auf Augen gehen würde, aber auch nur dann. Die anderen Details, zum Beispiel welche Kleidung er hat, was er vielleicht auch bei sich hat usw, Da lasse ich mir die Freiheit das zu bringen, wenn ich es brauche. Es kann ja

00:42:37: David: Ja.

00:42:37: Oliver: sein, dass dieser NSC, um auch als Ally besonders wahrgenommen zu werden, die Gruppe ist in einer Situation, wo keine Ahnung ihr Seil nicht ausreicht und dann hat er eben in dem Moment, weil das die Situation bringt, weil es ihn als Ally auch nochmal in Wertigkeit steigen lässt, hat er halt dieses super lange, hauchdünne, leichte Elbenseil aus seinem Gepäck, zu dem er dann vielleicht noch irgendwann am Lagerfeuer eine Geschichte erzählen kann, wo dann aber auch in der Situation dieser NSC zu einem Fortschritt meiner Spieler beiträgt. Das wäre dann so ein Moment, wo ich über Ausrüstung nachdenke.

00:43:08: David: Ja,

00:43:08: Oliver: Oder

00:43:09: David: Ja,

00:43:09: Oliver: verstehst du

00:43:10: David: Ja.

00:43:10: Oliver: andere Dinge so, also situativ dann, wenn ich es brauche und dann, wenn es einen Mehrwert für die Spieler hat, am Tisch?

00:43:16: David: Ja, absolut. Und das ist auch nicht für alle Charaktere gleich. Also, ich habe zum Beispiel.

00:43:19: Oliver: Ja.

00:43:20: David: Du hast jetzt erwähnt. Also, was jetzt relevant wäre für Kromlech, aber das wäre jetzt vielleicht für jemand anderen in deiner Kampagne überhaupt nicht relevant. Also als

00:43:26: Oliver: Ja.

00:43:27: David: Beispiel in meiner Kampagne kam Jeanne vor eine eine Bordell Madame ähm, so aus diesem französischstämmigen. Und ich habe jedes Mal, jedes, wirklich jedes Mal beschrieben, was sie für ein Kleid trägt. Und sie hat immer unterschiedliche

00:43:41: Oliver: Hm.

00:43:41: David: Kleider getragen. Aber das war halt super wichtig als Definition

00:43:44: Oliver: Mhm.

00:43:44: David: für diesen Charakter, dass sie halt immer

00:43:45: Oliver: Ja.

00:43:46: David: in den die die Szene und der Situation angemessenen Kleidern getragen hat, die auch immer so ein bisschen extravagant waren. Und das war halt einfach super wichtig für diesen Charakter. Und das ist aber total unwichtig jetzt für andere Charaktere. Das ist vielleicht gar nicht so wichtig, welche Kleidung sie tragen.

00:44:02: Oliver: Mega Beispiel. Also richtig gutes Beispiel. Genauso sehe ich das auch. Und dieses vorher sich Dinge ausdenken. Ich komme aus einer Welt früher Cyberpunk gespielt oder sonstwas, da hatte jeder NSC eine komplette Ausrüstungsliste. Da

00:44:17: David: Ja.

00:44:17: Oliver: stand welche Cyberware hat welche Waffen, der hat, welche Rüstung, der anhat pipapo. Da hat man sich dann darauf fokussiert, aber am Spieltisch. Ehrlich gesagt, wenn du Pech hattest, sind deine Spieler an dem vorbeigelaufen. Da war es völlig wurscht, welche achtzehn Cyberware Teile der Trainer hat oder es kam zu einem Kampf und dann war am Ende eh nur wichtig, dass er ein Smartgun hatte und wie seine Initiative war, Aber sonst? Alles andere war im Spiel, hat nie eine Rolle gespielt. Und das ist genau das, was du jetzt so schön beschrieben hast. In dem Moment, wo die Kleider wichtig sind, um die Figur zu definieren, machst du dir die Mühe, das zu artikulieren und damit als wichtiges Element ins Spiel zu bringen. Und exakt mit dieser Philosophie gehe ich an meine NSCs heran.

00:45:00: David: Ja.

00:45:02: Oliver: Dann kommt jetzt der Teil und ich weiß nicht. Vielleicht überrascht das den einen oder anderen Zuhörer oder Zuhörerin, weil erst jetzt, nach diesem ganzen fluffigen Rumgemache mit Stimme, mit Bildern, mit Beschreibungen der wichtigsten Eigenschaften bla bla blubb. Erst jetzt mache ich mir Gedanken dazu. Welche Werte werde ich für diesen NSC am Tisch brauchen? Im Falle von Chrom lag, der also einen regelmäßig auftauchender Alliierter werden soll. Würde ich jetzt in dem Falle tatsächlich ein komplettes NSCStack aufbauen mit den D&D regeln, damit ich halt den auch wirklich gut in einer Kampfsituation mit reinbringen kann usw. Wäre das jetzt ein anderer NSC, also beispielsweise ein Würdenträger, den die Charaktere in einer diplomatischen Szene vielleicht begegnen oder ähnliches, würde ich auf sämtliche Werte eigentlich komplett verzichten, weil ich eh weiß am Tisch. Ich werde die nicht wirklich brauchen. In dem Moment, wo dann eventuell sage ich jetzt mal Charaktere versuchen den zu verzaubern und ich dann irgendwie einen Widerstandswurf werfen muss. Ehrlich gesagt habe ich genug Erfahrung mit D&D, dass ich diese Werte einfach aus ad hoc improvisiere. Ja, da

00:46:13: David: Ja.

00:46:13: Oliver: brauche ich keine exakten Werte und ich gucke nach Werten nur dann, wenn ich weiß, ich brauche sie im Spiel und das ist etwas. Also gerade beim Chrom Lack jetzt so, ich weiß, der wird im Kampf auftauchen, deshalb kriegt er dieses komplette NSC Wertestack von mir verpasst. Und das ist dann eigentlich auch der einzige und der kürzeste Teil meiner NSC Erstellung das zu machen, weil das macht mir persönlich auch am wenigsten Spaß. Leider. Aber so gehe ich mit Werten um wie

00:46:41: David: Ja.

00:46:41: Oliver: Wie machst du das?

00:46:42: David: Ja. Sam. Also, ich, äh. Kurzer, kurzer Exkurs in meine letzte zwölfjährige Rollenspielkampagne, die jetzt im Juli beendet wurde. Ich habe nicht für einen einzigen NSC Werte aufgeschrieben, Weil

00:46:56: Oliver: Geil.

00:46:56: David: ich die nicht. Also ich habe meine Gruppe, die ist groß genug gewesen, dass also hinreichend viele Spieler, dass niemals ein NSC dabei war. Und im Sinne dabei war, dass sie aktiv im Kampf waren. Also sie haben natürlich

00:47:09: Oliver: Hm.

00:47:09: David: teilweise die Charaktere begleitet, hatten dann aber keine Rolle im Kampf. Also das habe ich dann immer narrativ

00:47:14: Oliver: Ja.

00:47:14: David: irgendwie gelöst. Also entweder haben sie sich halt beteiligt mit Monstern, die dann nicht auf der BattlemAP standen oder wie auch immer das dann

00:47:20: Oliver: Hm.

00:47:20: David: halt narrativ gelöst werden konnte. Oder es waren halt sowieso jetzt also Nonkombattanten und oder es war halt einfach nicht relevant. Und wie gesagt, ich habe diesen ganzen zwölf Jahren nicht einmal Werte für NSCs, jetzt klar für Monster oder so, die dann auftauchten oder für humanoide Gegner habe ich dann halt Werte genommen. Aber wir haben ja irgendwann mal die die wunderbare Erkenntnis gehabt, es gibt eh nur ein Monster in D&D und

00:47:43: Oliver: Ja.

00:47:44: David: dann ist

00:47:44: Oliver: Ja.

00:47:44: David: das, dann ist das eh nicht mehr so schwierig mit den Werten und also

00:47:47: Oliver: Richtig.

00:47:47: David: das genau, also da bin ich, da bin

00:47:50: Oliver: Richtig.

00:47:50: David: ich ein hundert Prozent bei dir.

00:47:52: Oliver: Ja. Geil. Da muss ich auch wirklich lachen, weil. Genau das fiel mir auch gerade ein. In D&D gibt es eh nur ein Monster. Seitdem ich das weiß, bin ich so enttäuscht, dass ich mir so viele Bücher gekauft habe. Aber es macht mir auch das Spiel einfacher. Und noch eine witzige Anekdote fällt mir ein Weil du immer sagst, du ziehst dann die begleitenden NSCs narrativ aus dem Kampf heraus, so dass du sie nicht managen musst am

00:48:12: David: Ja.

00:48:12: Oliver: Tisch. Ich hatte mal so einen Charakter. Das war so ein sehr nerviger Ritter, der eigentlich bei jedem Kampf, den die Gruppe leisten musste, entweder gerade bei der Wellnessbehandlung war oder beim Essen oder sonst was. Und es gab da richtig Aufregung am Tisch, dass die wurden immer verprügelt und meiner hat sich die Nägel machen lassen. Also geht auch auf Spielerseite

00:48:33: David: Klar.

00:48:35: Oliver: jetzt. Witzigerweise ist mein letzter Punkt auf meiner NSC Liste tatsächlich nochmal der Name. Der erste

00:48:45: David: Hm.

00:48:45: Oliver: und der letzte Punkt ist der Name. Weil jetzt verifiziere ich nochmal, ob mein Name immer noch zu dem passt, was ich dort, gefunden habe. Ich habe mir dann vielleicht Inspiration geholt, wie du es auch eben bei der ersten Namensfindung sagst, dass vielleicht aus dem Kulturkreis ein Nachname relevant ist. Oder vielleicht fällt mir jetzt ein schöner Beiname ein. Für den Chrome leg. Ich würde jetzt sagen, er ist auch bekannt als der Jäger des flüsternden Wassers oder

00:49:15: David: Aha.

00:49:16: Oliver: das Flüsternde Wasser oder ähnliches. Und das hat mich gerade bei Chrome na ja, wir haben einen einfachen Menschenjäger, einen Kopfgeldjäger, der also unterwegs ist, der keltische Wurzeln hat, der aus einer maritimen Umgebung kommt, der also auch mit diesem Brackwasser Spruch so ein Signature Spruch hat. Und Jäger der flüsternden Wasser, das klingt irgendwie geheimnisvoll mystisch. Da kommen sofort Geschichten in meinen Kopf, was der schon alles erlebt und gemacht hat. Und das wäre jetzt so für mich der letzte Touch. Und jetzt kann dieser Charakter an den Spieltisch.

00:49:50: David: Ja, ich finde es großartig, dann noch mal zum Namen zurückzukommen. Und jetzt? Wir wissen so viel mehr über den Charakter. Jetzt, nach diesen sechs Schritten, dass wir dann noch mal über den Namen denken, was ja nur noch mal unterstreicht, dass wir uns beide den Namen eigentlich das Wichtigste

00:50:02: Oliver: Ja,

00:50:02: David: ist.

00:50:02: Oliver: Ja.

00:50:03: David: Und das finde ich, das finde ich so gut es gibt, es gibt so ähm, es gibt so viele coole Namen, die man sich ausdenken kann, die dann so gut passend für den Charakter schon so gut beschreiben. Da hat man noch kein einziges Wort darüber gesagt, wie der aussieht, wie er sich verhält,

00:50:16: Oliver: Ja.

00:50:16: David: was der sagt, welche, ähm, Manierismen er hat. Aber der Name

00:50:21: Oliver: Ja.

00:50:21: David: kann schon so viel aussagen. Also ein guter

00:50:24: Oliver: Definitiv.

00:50:24: David: Freund von mir, Philipp, mit dem ich regelmäßig spiele in meiner Gruppe, der ist, der ist auch so ein totaler Namensfreak und der hat so schöne, ausdrucksstarke Namen. Also eines seiner Charaktere, ein Priester des Gottes, der Heilung und der Gnade und der der Vergebung in der Welt. Der hat sich genannt Jo hat von den blutenden Auen und das ist einfach so schön,

00:50:47: Oliver: Mhm.

00:50:48: David: so voll. Du hast sofort irgendwas. So ne, das ist irgendwie auch so, so ein bisschen düster, aber trotzdem trotzdem so dieses mit Jo und das ist biblisch so ein bisschen drin. Also man kann so viel machen, einfach schon mit, mit, mit so drei, vier Worten und dann hat man noch gar

00:51:02: Oliver: Ja.

00:51:03: David: nichts, gar nichts beschrieben. Das ist

00:51:05: Oliver: Ja.

00:51:05: David: großartig.

00:51:05: Oliver: Ja.

00:51:06: David: Ja.

00:51:11: Oliver: sehr schön. Das wäre sozusagen mein Erschaffungsprozess. Jetzt habe ich noch einen Bonusschritt, den

00:51:16: David: Aha.

00:51:16: Oliver: habe ich es genannt. Üben. Und was meine ich damit? Ich werde natürlich jetzt nicht diesen NSC ständig hier im Haus rumlaufen und mich als er ausgeben, sondern mit üben meine ich am Spieltisch ausprobieren, was wirklich funktioniert und was nicht. Ich kann mir noch und nöcher Sachen ausdenken im Vorfeld und am Ende interessiert es meine Spieler gar nicht, was ich damit meine mit dem Üben ist ich merke, wie kommen die Manierismen, die ich mir ausgedacht habe, die Eigenschaften an? Vermitteln die den Eindruck, den ich möchte, dass der NSC vermittelt? Und gibt es vielleicht auch Dinge, die ich mir ausgedacht habe, die die Spieler völlig unbeeindruckt lässt? Ja, und da erlaube ich mir die Freiheit, am Spieltisch aus dem, was ich an Wirksamkeit dieses NSCs am Spieltisch erfahre, kontinuierlich Verbesserungen durchzuführen, Anpassungen durchzuführen. Natürlich wird er nicht morgen dann ganz anders heißen und plötzlich statt einem Mensch irgendwie einen Minotaur sein, das ist klar. Aber so, diese kleinen Feinheiten, die Details. Kommt mein Fluch gut an? Ist es sinnvoll, dass der irgendwie einen berüchtigten Ruf hat, den die Charaktere vielleicht auch erst nachher rausfinden? Der wird ja nicht vorstellen. Ja, ich bin der Jäger des flüsterten Wassers. Aber vielleicht erfahren sie das irgendwann. Oh mein Gott, das ist der Jäger des flüsternden Wassers Und alle so, höhö. Was heißt das? Und dann ist er sowas wie der Michael Jackson, der Auftragskiller. Ja, und das sind so Dinge, da erlaube ich mir durch diesen Iterieren im Rahmen, den ich gesetzt habe, permanente Anpassung, um einfach die Wirksamkeit und den Nutzen dieses NSCs für meine Story und vor allem für meine Spieler als als Faktor der Unterhaltung zu optimieren. Und damit bin ich durch mit meinem Thema, wie ich an NSCs herangehe.

00:53:02: David: Ja, also auch der letzte Punkt ein hundert Prozent Übereinstimmung. Einfach die Möglichkeit ihn anzupassen, offen zu sein, dass dir was einfällt am Spieltisch und wirklich so grundsätzlich immer offen an den Spieltisch zu gehen, auch wenn du dir das vorgestellt hast. Das geht ja auch zurück zu Sachen, die wir besprochen haben in einer unserer Sessions zu Zur Vorbereitung. Also man kann ja Sachen vorbereiten, aber nicht sklavisch sich dran festhalten, sondern wenn dir was einfällt am Spieltisch, was gerade einfach besser passt, was sich besser anfühlt, was, wo du gerade die Idee hast. Auch wenn es jetzt nicht ideal sofort zu dem passt, was du dir vorbereitet hast, nimm es erstmal auf. Es gibt einen Grund, warum wir das jetzt in diesem Moment einfällt. Warum du jetzt, in diesem Moment, wo du am Spieltisch sitzt, mit deinen Spielern um dich rum, die Stimmung aufsaugt und so richtig in medias res bist, dass dir das jetzt

00:53:49: Oliver: Ja.

00:53:49: David: einfällt. Es gibt einen Grund dafür und deswegen offen sein Go with the flow Und

00:53:54: Oliver: Hm.

00:53:54: David: im Zweifelsfall anpassen, Ja.

00:54:02: Oliver: Go with the flow. Finde ich ein super super Abschlusswort hier an der Stelle. Das ist, glaube ich, die wesentliche Message. Danke David, dafür, dass du mir diese Challenge gestellt hast,

00:54:13: David: Äh.

00:54:13: Oliver: jetzt aus deinen Begriffen den Charakter rauszubauen. Ich hoffe, es war für dich nachvollziehbar und jetzt haben die Hörer mich sehr viel gehört. Deshalb übergebe ich jetzt das Schlusswort an dich mit der Frage Wie fühltest du dich in meinem Prozess? Habe ich das, was du an Parametern für mich gesetzt hast, erfüllt? Und dann machst du doch gern die Schlussworte dieser Folge.

00:54:36: David: Ja, sehr gern. Vielen Dank, dass du mir diese Möglichkeit gegeben hast, dir über die Schulter zu gucken und dir diesen Prozess ein bisschen zu triggern. Du hattest ja vier Fragen gestellt. Die Position und Funktion in der Welt hast du aufgezeichnet. Haben wir den einfachen Menschenjäger entwickelt und dann noch ein lustiges Substantiv, um das Ganze ein bisschen aufzulockern, aber insbesondere auch irgendwas zu finden, was den Charakter als solchen vielleicht besonders macht. Und dann hast du insgesamt acht, wenn ich richtig gezählt habe, Schritte aufgezeigt. Du hast den wir haben den Namen gesprochen, du hast Research gesprochen, also Recherche, Definition der Kultur. Dann diese Sprachprobe. Wir haben uns über Bild, Bilder, Beschreibungen natürlich auch des Charakters aus getauscht und die wesentlichen Eigenschaften hast du fokussiert, dann, wenn man es braucht, natürlich Werte. Und in den letzten zwei Schritten dieses noch mal zurückgehen zum Namen, das noch mal überlegen, ob man da vielleicht noch was verändern möchte und dann insgesamt eben das was soll's üben oder anpassen bezeichnet hast. Eben dieses Go with the flow. Nimm die Inspiration auf, wenn sie, wenn sie kommt, auch wenn das vielleicht dem widerspricht, was du ausgeführt hast oder vorbereitet hast. Ich glaube das so als Zusammenfassung ist ist ein schöner Weg und zumindest also diese, diese diese eine Sache, die ich jetzt bisher nicht so gemacht habe wie du oder weniger bisher eine Rolle gespielt hat. Eben so dieses diese Sprachprobe, wie du es nennst, das werde ich sicherlich mal ausprobieren. Für einen wichtigen Charakter einfach mal zu gucken, wie sich das so anfühlt. Ich bin immer froh, wenn ich von dir lernen kann und deswegen machen wir das ja auch. Dann würde ich sagen, wir machen Schluss für heute mit dem zwei B12 Podcast. Wie immer schön, dass ihr dabei wart. Und wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert den Podcast. Erzählt den Mitspielerinnen und Mitspieler von uns. Meldet euch bei uns. Und das geht am besten. Wie Oli.

00:56:24: Oliver: also es geht am besten über Instagram zwei W zwölf Podcast. Ihr könnt es natürlich auch gerne eine Email schreiben, das ist alles da im Instagramprofil verlinkt und wir würden uns über Feedback freuen. Ja.

00:56:37: David: Ganz herzlichen Dank, Olli. Bis zum nächsten Mal. Es grüßen der David.

00:56:43: Oliver: Und der Oliver.

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