Neu in der Spielleitung? Wie man den richtigen Einstieg findet. (Ep. 18)
Shownotes
Neu in der Spielleitung: Vom ersten Funken zur eigenen Kampagne
Wie startet man heute eigentlich als Spielleiter? Und was ist anders, wenn man nicht wie früher über Freunde ins Hobby rutscht, sondern über YouTube, Streams und Online-Content?
In dieser Episode sprechen Oliver und David mit Markus, der genau diesen Weg gerade geht. Er steht noch am Anfang seiner Spielleiterkarriere und bringt eine Perspektive mit, die viele kennen dürften: zu viele Systeme, zu viele Informationen, zu viele Möglichkeiten – und die Frage, wo man überhaupt anfangen soll.
Gemeinsam geht es um den Einstieg ins Spielleiten, die Auswahl des passenden Regelwerks, Worldbuilding, eigene Abenteuer, Session Zero und den Umgang mit Erwartungen durch Medien wie Critical Role. Markus teilt offen, wie er seinen Weg gefunden hat, welche Fehler er gemacht hat und was ihm konkret geholfen hat, ins Leiten reinzukommen.
Eine Folge für alle, die überlegen, selbst Spielleiter zu werden – oder gerade mitten im Einstieg stecken.
Highlights & Timestamps
00:03:10 Thema der Folge: Neu in der Spielleitung 00:04:18 Vorstellung des Gasts Markus 00:04:49 Einstieg ins Rollenspiel über Streams und Freunde 00:06:52 Einfluss von Rocket Beans und Live-Rollenspiel 00:08:04 Herausforderung: Das richtige Regelwerk finden 00:14:06 Eigene Welt statt vorgefertigtem Setting 00:15:39 Der Weg vom Konsumenten zum Spielleiter 00:17:11 Eigene Gruppe finden und aufbauen 00:18:22 Wie präsent Rollenspiel heute ist 00:22:46 Der „Matt Mercer Effekt“ und Erwartungshaltungen 00:25:56 Spielleitung als Reaktion auf Spieler statt umgekehrt 00:26:18 Aufwand und Zeitinvestment als Spielleiter 00:31:47 Tools für Spielleiter: Obsidian und Notizen 00:32:09 Eigene Abenteuer statt Kaufabenteuer 00:37:45 Zeitaufwand und Integration ins eigene Leben 00:41:04 Einstiegstipps für Anfänger 00:43:01 Was Markus heute anders machen würde 00:43:41 Fazit: Einfach mal machen
Wichtige Takeaways
- Der Einstieg ins Spielleiten ist heute leichter zugänglich – aber auch schnell überfordernd.
- Zu viele Informationen können blockieren – ausprobieren bringt dich schneller weiter.
- Das passende Regelwerk muss sich gut anfühlen, nicht perfekt sein.
- Eigene Welten und Abenteuer entstehen oft aus dem Wunsch, Dinge „besser“ oder passender zu machen.
- Session Zero ist essenziell, um Erwartungen abzugleichen.
- Der „Matt Mercer Effekt“ ist real – aber am Tisch zählt nur, was für eure Gruppe funktioniert.
- Spielleitung bedeutet reagieren, nicht kontrollieren.
- Vorbereitung ist wichtig, aber Improvisation am Tisch ist oft entscheidender.
- Gemeinsames Worldbuilding stärkt die Bindung der Spieler zur Welt.
- Tools wie Obsidian helfen, Ideen zu strukturieren und langfristig zu entwickeln.
- Der beste Einstieg: anschauen, ausprobieren und mit Freunden spielen.
- Wichtigstes Learning: Nicht zu lange vorbereiten – einfach anfangen.
Weiterführende Links
Dragonbane Worlds without Number Critical Role Rocket Beans Snowryo
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Transkript anzeigen
00:00:00: David: Herzlich willkommen zum 2w12 Podcast. Wir, das sind der David.
00:00:03: Oliver: Und der Oliver!
00:00:05: David: Wir sprechen über das Pen und Paper Rollenspiel, insbesondere aus der Perspektive der Spielleitung. Und wir tauschen uns aus. Wir reflektieren, Wir lernen voneinander, lernen neue Wege und Perspektiven kennen mit dem Ziel, die besten Spieler der Welt zu werden. Und dabei fokussieren wir immer auf ein Thema. Aber bevor wir zu unserem heutigen Thema kommen, möchte ich ganz gerne meine jüngste Rollenspiel eskapade loswerden.
00:00:29: Oliver: Ich bin sehr gespannt. Aber ich weiß ja schon, was es ist und bin deshalb auch sehr erstaunt, dass du das überhaupt mitgemacht hast, David. Nach all den Jahren, dass ich das noch erleben darf. Du?
00:00:39: David: In der Tat. Denn ich habe am Sonntag, also vor zwei Tagen, Mothership geleitet und das war für mich gleich eine dreifache. Ein dreifacher Ausbruch aus meiner Komfortzone, weil die fleißigen Hörerinnen und Hörer unter unseren Zuhörern wissen es schon. Ich bin jetzt nicht so der große SciFi Fan und ich habe auch einen Oneshot geleitet, dass die zweite Komfortzone, die ich verlassen habe. Und drittens Es war ein Kaufabenteuer und ich will gar nicht so viel darüber erzählen, denn wir haben uns überlegt, dass wir dazu eine eigene Folge machen. Aber ich habe das Ganze so ein bisschen als Challenge betrachtet und der liebe Robin, der ja auch schon bei uns im Podcast war, der hat dann einfach für mich ein Abenteuer ausgesucht und ich habe mir genommen. Ich habe mir vorgenommen, ich habe genau ein hundert zwanzig Minuten Zeit, um dieses Abenteuer für diesen Abend vorzubereiten und das inklusive des Lesens, des Abenteuers und sämtlicher Gimmicks, die ich dazu haben möchte. Alle Ideen, auch wenn ich irgendwie unterwegs bin, irgendwo einkaufen und mir fällt was ein. Das sind dann auch wäre dann auch ein fünf Minuten Slot. Das habe ich also als mir so als Challenge gesetzt. Und wie gesagt, ich will gar nicht so viel verraten, aber ich habe die Vermutung, dass die Spielerinnen und Spieler, die dabei waren, nie wieder chinesische Oper mit dem gleichen Mindset hören wie vor diesem Sonntag, als wir gespielt haben.
00:01:57: Oliver: Wenn du da Spieler und Spielerinnen dabei hattest, die überhaupt Chinesische Oper vorher schon mal gehört haben und danach geplant haben, dies weiter zu tun, ist das ja schon mal eine ganze Folge. Sehr interessante Konstellation.
00:02:09: David: Eigentlich
00:02:09: Oliver: Ja.
00:02:09: David: erschreckend wäre das ja in der Tat.
00:02:11: Oliver: Ja, also hört sich super spannend an, David Da können wir auf jeden Fall auch mal eine Follow up Folge zu dem machen. Ich meine, Robin hat uns die Oneshots erklärt. Wir haben zusammen ein Oneshot gespielt. Jetzt hast du auch noch ein Oneshot geleitet. Meine Fresse, das ist ja wirklich so viele erste Male. Und das nach so langer Zeit. Das ist ja wirklich fantastisch. Also man sieht, dass das, was wir hier besprechen und hier lernen, von uns auch ernst genommen wird und irgendwie auch ins Hobby und in die Tat umgesetzt wird. Also ganz klasse. Und da komme ich jetzt schon zur fast schon legendären Überleitung zum Thema der heutigen Folge. David Und zwar reden wir heute einfach mal über neu in der Spielleitung.
00:03:10: Oliver: Wer uns hört, der weiß, wir sind alte Säcke. Wir haben angefangen mit dem Rollenspiel in einer Zeit, da gab es das Internet in seiner heutigen Form noch nicht. Das heißt, wir mussten mehr oder weniger mit dem leben, was wir in Büchern hatten. Alles, was wir an Inspiration hatten, waren ältere Kinder, die das vielleicht schon gespielt hatten und uns inspiriert haben. oder eben das, was in diesen Büchern drinstand und mit Sicherheit auch der ein oder andere Film oder ein Brettspiel wie Heroquest damals. Ja, aber das war sicherlich eine ganz andere Situation als heute, wo es unfassbar viel Material gibt. Unfassbar viele verschiedene Systeme. Was ist eine gute Spielleitung, wie geht das usw. Und da wir das nicht selbst irgendwie erfahren können, haben wir uns heute einen Gast eingeladen, der genau diese Erfahrung gerade macht. Der also im Jahr zwei tausend fünf und zwanzig zwei tausend sechs und zwanzig sozusagen in dieses Hobby reinkommt und nicht ins Hobby, wahrscheinlich aber ins Spielleiten reinkommt. Und das ist der liebe Markus, der heute da ist und Markus, vielen Dank, dass du da bist. Stell dich doch gern mal unseren Zuhörern vor.
00:04:18: Markus: Ja, ich bin Markus. Moin. Ich bin sechs und zwanzig Jahre alt und ich habe heute die Erfahrung mitgebracht, wie es ist, sich in dieser Masse ein wenig durchzukämpfen und seinen eigenen Weg zu finden.
00:04:31: Oliver: Und seit wann spielst du jetzt Rollenspiel? Ich habe so gerade mal so antizipiert fünf und zwanzig sechs und zwanzig. Aber kannst du kurz sagen, wann hast du angefangen mit Rollenspiel? Ist auch die Rolle als Spielleiter deine erste Erfahrung mit dem Hobby oder bist du schon länger am Spielen und machst jetzt zum Ersten Mal den Spielleiter? Wie siehst du deine Karriere im Rollenspiel bisher aus?
00:04:49: Markus: Ich habe früher glaube ich angefangen, Rollenspiel erstmal zu konsumieren. Das fing an mit den Sachen, die Rocket Beans gemacht haben oder auch andere kleinere Kanäle, die dann ihre Rollenspielerfahrung auch online gepostet haben. Tatsächlich. Und ich glaube, ich bin da aber gleichzeitig fast mit in Berührung gekommen, weil ich von einem Freund gefragt wurde, einfach mal mitzuspielen. Und habe dann tatsächlich auch meine ersten beiden Runden gespielt. Ich glaube, das war damals müsste es DSA gewesen sein, womit ich das erste Mal gespielt habe, was ja an Informationsfülle auch schon echt riesig ist. Ja, und da hat man sich dann durchgewurschtelt. Ich überlege gerade, mein erster Charakter war tatsächlich ziemlich interessant. Ich habe damals einen Zwerg gespielt und in der dieser in dem DSA Regelwerk. Ich weiß nicht, ob es damals tatsächlich Regelwerk war oder Homebrew haben wir immer nach Nachteilen gesucht. Zumindest die Gruppe mit der ich gespielt habe. Da waren Nachteile immer das Ding, weil mit denen kriegst du am meisten Situationen gespielt und mein Charakter war ein Zwerg. Er war dann auch noch kleinwüchsig und hatte einen Bart, der länger war als er selbst. Das heißt also, im Laufe des Abenteuers hat sich herausgestellt, dass ich dann zwischendurch mal den Satz zugeworfen gekriegt habe Würfel mal auf Bart.
00:06:11: Oliver: Ja, sehr
00:06:12: Markus: Ja.
00:06:12: Oliver: geil. Und du hast gesagt Ich finde es super spannend, weil David und ich glaube ich auch beide das teilen, dass wir über einen Freund zum Rollenspiel gekommen sind. Aber gleichzeitig hast du auch was ganz Modernes gesagt, nämlich diese Möglichkeit, anderen beim Rollenspiel zuzugucken über Rocket Beans und Co mal ich zum Beispiel. Ich kann das gar nicht nachvollziehen. Ich habe mir so Sachen angeguckt. Ich finde es meistens ganz, ganz langweilig. Aber was Rocket Beans hast du schon erwähnt? Was guckst du gerne? Guckst du dir das wirklich so Episode für Episode an? Was kannst du da empfehlen und was Was daran findest du gut oder was hat dich da inspiriert, wenn du mal auf den Aspekt eingehen magst?
00:06:52: Markus: was mich damals gereizt hat, war tatsächlich eher so dieser Liveauftritt. Nicht unbedingt nur der Content, der da war, aber die Rocketbeans haben das tatsächlich für mich ganz gut gemacht, weil sie es live eingebunden hat. Man hatte das Gefühl, man wäre mitten am Spieltisch, weil man Entscheidungen treffen konnte. Die haben ja Umfragen gemacht, die tatsächlich sehr gut waren. Und dadurch habe ich dann einfach das Ganze auch gehört und mir zugeguckt und dann mal einen Abend auch so gemacht, dass man wirklich nur das geschaut hat. Aber es ist auch immer mal wieder einfach als Nebenprodukt dabei gewesen, was man ja so an der Onlinepräsenz mittlerweile echt viel hat, dass man sich einfach nebenbei was anmacht, um noch mal mehr zu füllen, um noch mal mehr seine eigene Energie loszuwerden in dem, was man alles tut.
00:07:38: Oliver: Ja total interessant. Aber da hört unsere Hörerschaft schon, was für alte Säcke wir sind, wenn wir so was nachfragen müssen. Das ist tatsächlich dann irgendwie auch so gar nicht in unserem Ereignishorizont. Aber es hat schon gesagt, Du bist so ein bisschen darüber zum Rollenspiel gekommen, hast DSA erste Erfahrungen gesammelt. Was genau ist denn das Spielsystem, was du jetzt leitest oder selbst begonnen hast zu leiten?
00:08:04: Markus: Ja, das war eine der Herausforderungen tatsächlich, die ich hatte, weil es gibt so, so, so ultra viele Regelwerke. Wenn man sich versucht, mal ein bisschen online zu informieren, mit welchem Regelwerk passt denn zu mir? Kriegt man zigtausend Antworten. Und ich habe da tatsächlich dann einmal zu dem Neuesten des Neuesten gegriffen und habe mir mal die die KI an die Hand genommen und einfach mal reingeschrieben und reingehakt, was ich gerade so für Gedanken habe, was ich von einem Regelwerk erwarte. Da kam dann einiges bei raus und ich persönlich wollte jetzt nicht mit Dungeons und Dragons oder dem deutschen DSA das schwarze Auge anfangen, weil das für mich ja, ich bin einfach ein Mensch, der mag nicht so gerne Mainstream. Das klingt immer ein bisschen blöd, aber man möchte auch gern ein bisschen was Besonderes machen. Aber auf der anderen Seite fand ich auch die beiden einfach so riesig, dass ich das Gefühl hatte, wenn ich Spieler dabei habe, die noch nicht wirklich in Berührung mit dem Ganzen gekommen sind, was ich so zwei, drei in meinem Umfeld habe, die vielleicht noch mal mit einsteigen wollen, dass die da den Anschluss nicht finden können. Und deshalb habe ich nach etwas gesucht, was einfacher ist. Und bei dieser Suche bin ich dann tatsächlich erst auch noch mal darauf gekommen, ein eigenes Regelwerk zu schreiben. Das hat dann sehr gut funktioniert, Aber nachdem ich mich dann mit meinem eigenen Regelwerk beschäftigt hatte, habe ich dann herauskristallisiert, was ich so von einem Regelwerk erwarte. Bin dann vorerst tatsächlich auf World Without Number gelandet. Ist ein Regelwerk, das eher zu den Oldschool Regelwerken gezählt wird. Also eher das, was ihr tatsächlich am Anfang kennt, dass das alles ein bisschen harscher ist. Der Kampf ist tatsächlich tödlich in der Regel, oder? Ja, die Möglichkeiten sind geringer, als dass es diese Fülle von Dungeons und Dragons ist. Nachdem ich mich mit dem World World Without Number beschäftigt hatte, habe ich dann aber auch gemerkt okay, das ist vielleicht nicht so ganz das, was ich möchte. Wir haben auch eine Session Zero dazu gehabt mit meinen Freunden, wo wir dann erstmal geguckt haben okay, wie ist das? Fanden wir auch alles okay. Und dann habe ich aber versucht das Abenteuer weiter zu schreiben und habe irgendwie den Anschluss nicht gefunden. Bin dann währenddessen über das Regelwerk Dragonbane gestolpert, was ich mich dann vertieft ein bisschen eingelesen habe, wo ich dann auch das Glück hatte, dass es gerade jetzt zur Jahreswende, glaube ich oder kurz vor Jahresende zwei tausend fünf und zwanzig ins Deutsche übersetzt worden ist, wodurch ich dann einfach tiefer einsteigen konnte. Regelfragen am Tisch sind leichter in Deutsch. Besonders, wenn man eben Spieler hat, die nicht unbedingt ganz so viel in dem Hobby sind. Und deshalb bin ich dann jetzt bei Dragonbane gelandet.
00:10:46: Oliver: Ja, interessant auch, wie das sozusagen mäandert ist durch die verschiedenen Systeme und was für Gedanken dahinter stecken. Direkt mal so eine Frage. Du hast gesagt, du hast so ein System gesucht, was zu deinen Gedanken passt, die du hattest. Waren das eher Gedanken inhaltlicher Natur? Also was für eine Geschichte willst du spielen oder hast du schon konkrete Gedanken zum Regelsystem oder was? Was war das, was du da sozusagen die KI gefragt hast?
00:11:11: Markus: Es waren tatsächlich eher regelbasierte Fragen, weil ich habe mich damit beschäftigt, Was erwarte ich von einem Regelsystem tatsächlich? Und mein erstes selbst geschriebenes, also das Regelwerk, was ich versucht habe zu schreiben, hat sich auch ganz stark damit befasst, dass es universell anwendbar ist, weil ich gesagt habe okay, ich weiß selber noch nicht, was für eine genaue Geschichte ich habe. Und falls ich doch mal diese Idee, die ich da vor mir habe, über den Haufen schmeißen möchte, möchte ich nicht ein neues Regelwerk suchen müssen, um eine neue Geschichte anfangen zu können. Und deshalb habe ich ja tatsächlich ein Regelwerk gesucht, was universell anwendbar ist. Ist bei Dragonbane jetzt nicht unbedingt der Fall, aber es ist so weit universell anwendbar, dass es eben eher darauf basiert, die Regeln tatsächlich kohärent zu halten, untereinander gut zu halten, weil die Welt und die Geschichte von Dragonbane, die ist gar nicht so riesig. Es gibt sie. Man kann sich darauf beziehen, aber sie ist eben nicht für das Regelwerk ausschlaggeben bzw wichtig.
00:12:10: Oliver: Ist das auch was, wo du gesagt hast von Anfang an, du bist so im Fantasy Genre verordnet oder als du eben gesagt hast, du wusstest noch nicht genau, welche Geschichte erzählen willst, während auch andere Genres in Frage gekommen.
00:12:22: Markus: Ja, mit dem Genre habe ich mich tatsächlich relativ früh beschaft beschäftigt. Sagen wir es so. Für mich war die Genrefrage immer eine Sache der okay, wo finde ich für mich selber am meisten Inspirationen? Und ich glaube, Fantasy ist da immer ganz cool, weil man man kann theoretisch einfach alles machen. Wenn man sich so ein bisschen in den einen, in die eine Richtung festsetzt, was für mich aber eigentlich schon immer eine Sache war, ist so Wenn ich eine Welt erfinde, dann möchte ich, dass diese Welt irgendwie reell auch funktionieren könnte. Deshalb habe ich für mich selber immer gesagt okay, Magie ist eigentlich mir ein Dorn im Auge, weil sobald es Magie gibt, gibt es eigentlich die Möglichkeit die Welt in einem über den Haufen zu jagen, wenn man die Lust darauf hat. Und man müsste da eine sehr große Macht schaffen, die das Magieregime sozusagen kontrolliert. Deshalb habe ich für mich versucht die Magie auszuschließen aus dem ganzen Fantasy Kram. Was dann dazu führt, dass man sehr schnell in diesem Low Fantasy Level landet. Und da gibt es auch eine ganz große Community zusätzlich, wo auch dann das World without Number herkommt, was sich eher auf dieses Low Fantasy bezieht, dass eben die Magie eine Sache ist. Die gibt es, aber sie ist sehr stark geregelt. Also sie ist gefährlich, sie hat Konsequenzen, sie ist nicht gut angesehen bei den Leuten, die um einen rum sind. Und an das habe ich mich angeschlossen und habe dann für mich Tatsächlich dann Dragonbane genommen. Und in meiner Welt ist Magie jetzt tatsächlich eher eine Sache, die mit Gadgets zu tun hat. Man hat also diese Magie umgewandelt in Mechanismen, die sich dann ja die dann die Sachen symbolisieren. Da ist dann zum Beispiel der Feuerball ist dann eine Granate oder ähnliches.
00:14:06: David: Ich finde das sehr, sehr, sehr spannend und interessant, was du sagst, weil für mich hört sich das so an, als ob du in deiner kurzen Zeit, in der du jetzt spieltest und in der du dich mit diesem Thema von der anderen Seite und nicht nur als Spieler oder als Konsument beschäftigt, schon wahnsinnig viel fortgeschrittene Dinge gemacht hast. Du bist dir sehr, sehr stark im Klaren darüber, was du willst in Bezug auf Genre, in Bezug auf das Gefühl der Spielwelt, in der du spielen möchtest. Du baust deine eigene Spielwelt, wenn ich es richtig verstanden habe. Das ist also jetzt. Nicht nur, dass du sagst, ich nehme jetzt einfach eine bereits publizierte Welt und Spiel mit der in einem System, das mir gefällt. Du hast sehr, sehr klare Anforderungen, die du auch gut formulieren kannst für ein Spielsystem. Und du hast dir schon Gedanken gemacht darüber, wie bringe ich die Präferenzen und Vorstellungen meiner Gruppe in Übereinstimmung mit dem, was du willst, also das, was du als Session Zero bezeichnet hast. Und ich würde sagen, alle diese vier Dinge. Es ist schon wahnsinnig advanced und sehr, sehr fortgeschritten und also ich persönlich hätte da deutlich länger gebraucht als sicherlich dieses dieses Jahr oder wie lange du das jetzt schon machst. Und daher vielleicht noch mal zu der Schritt zurück. So, wann kam bei dir so die Überlegung Du willst jetzt raus aus dieser Konsumenten und auch den nächsten Schritt machen von der Spielerhaltung und möchtest aktiv Spiel leiten? Wo kam das her und wann? Warum?
00:15:39: Markus: Ich glaube, das kommt daher, dass ich nach einer größeren Pause, die ich jetzt hatte, mit dem Konsum eben wieder angefangen habe zu konsumieren. Da kommen wir wieder zurück zu dem, was ich so empfehle. Ich habe jetzt bei Snowryo angefangen mit zu schauen. Der macht das ganze auch wieder live auf Twitch, ohne diese Entscheidung des Chats aber sehr gut aufgebaut. Aber dadurch hat das Hobby in meinem Leben wieder ein bisschen an Funke gewonnen. Die Flamme ist größer geworden, man hat wieder mehr Interesse daran gehabt. Und dann ging bei mir, glaube ich das Ganze los mit dem Spielleiter Gedanken. Als ich angefangen habe zu überlegen, wie wie würde die Welt, die dort gerade beschrieben ist, für mich noch mehr Sinn machen? Und da ist, glaube ich dann der Schalter gekommen, dass ich in das Worldbuilding eingestiegen bin, was dann ja relativ schnell dazu führt, dass man sagt okay, irgendwie will ich mit dieser Welt, die ich da bastele, auch was anfangen. Und das ist so gleichzeitig mit dem passiert, wo ich mir gesagt habe, okay, ich möchte so ein bisschen gucken, dass ich mehr wieder in dieses Hobby einsteige. Und anstatt mir eine Gruppe zu suchen, versuche ich einfach eine zu erstellen und fange mit dem Spielleiten an und bin da sehr blau in das Spielleiten eingestiegen.
00:16:50: Oliver: Da mal die Frage. Du sagst schon, du erschaffst dir deine eigene Gruppe? Sind es dann Freunde von dir oder hast du dir online Leute gesucht? Und generell Spielt ihr online oder trefft ihr euch dann physisch vor Ort zum Spielen? Also wie ist das mit der Gruppengenerierung für dich gewesen? Wie hast du das geschafft? die Mitstreiter dafür zu finden.
00:17:11: Markus: Ja, ich würde da, glaube ich, sagen, ich habe das Glück gehabt, dass ich meine Nerds in meiner Umgebung habe. Das sind tatsächlich Freunde. Wo ich dann gesagt habe Hey Leute, ich fange an meine eigene Welt zu basteln, möchte eine Kampagne starten, wollte dabei sein und diese Welt mit mir erfinden. Und da hat sich dann rausgestellt, dass ich tatsächlich auch zwei Arbeitskollegen von mir für das Ganze interessiert haben. Und dann sind wir eben in der Gruppe gelandet mit meinem Kumpel, der selber geleitet hat, seiner Schwester und die Freundin von ihm, die auch dabei ist und auch schon viel gespielt hat. Das heißt also, ich habe zwei Profis am Tisch und ein Neuling und das funktioniert echt super und da bin ich ganz froh drum.
00:17:48: Oliver: Das hört sich super an! Das sind alles Leute. Wahrscheinlich so rund um deine Altersklasse. Oder sind es eher ältere Leute? Weil das würde mich mal interessieren. Man ist ja oft so in seiner Bubble, Also unsere Mitspieler sind dann meistens in unserem Alter. Wie hast du das Gefühl, wie so die Altersstruktur in diesem Hobby ist? Gibt es in deiner Altersstufe viele Leute, die sich dafür interessieren? Ist es leicht, Leute dafür zu finden? Ist es ein Thema, was auch so bewusst ist, dass man kennt? Oder ist es wirklich eher so ein. Du hast eben den Begriff Nerd genannt, so ein Nischending, so in deiner Altersklasse.
00:18:22: Markus: Also ich glaube, das Thema ist zumindest durch eben das Internet tatsächlich präsenter als früher. Also jeder hat schon mal zumindest davon gehört, weiß nicht unbedingt was es ist, aber der Name Dungeons und Dragons ist den meisten Leuten ein Begriff, einfach weil einer der berühmtesten Shows zum Beispiel Big
00:18:43: Oliver: Big
00:18:43: Markus: Bang
00:18:43: Oliver: Bang
00:18:43: Markus: Theory.
00:18:43: Oliver: Theory.
00:18:44: Markus: Das Ja genau, Big Bang Theory die das ich habe die die Show gerade gesucht. Also Big Bang Theory ist zum Beispiel eine der Shows, die sehr stark mit diesem Begriff umgehen. Und dadurch ist den meisten Leuten zumindest ganz grob bekannt, was es ist. Und ich glaube. Ja, es ist präsenter und besonders jetzt gerade wird es wieder präsenter, weil mehr Leute dazu kommen wollen, von eben den Medienkonsum und den Medien an sich wieder ein bisschen Abstand zu gewinnen. Und da ist das Hobby von Rollenspielen, Brettspielen und Spielen zu Hause am Tisch eine der größeren Sachen, die tatsächlich wieder in Angriff genommen werden, wodurch dann, glaube ich, auch die Popularität ein wenig gestiegen ist. Zumindest in letzter Zeit
00:19:27: Oliver: Ich finde vor allem den Aspekt interessant, dass es so ein Gegenpol ist zu diesem Medienkonsum, der allgegenwärtig ist von Social Media über diese ganzen Streamingdienste. Aber auch ich sage mal, das Konsumieren von Videospielen. Also es ist ja auch da, alles konkurriert um unsere Zeit. Wir sind leider im Leben eine beschränkte Ressource. Und dann finde ich das einfach das, was du gesagt hast, ganz interessant, dass es ich das bewusst auch als Gegenpol genommen wird, um eben wieder gemeinsam zusammen an einem Tisch zu sitzen, was physisches miteinander zu spielen und nicht eben nur über so einen Bildschirm dann in Kontakt zu sein. Das ist auch, finde ich, ein ganz spannender Aspekt an der Geschichte.
00:20:07: Markus: Ich glaube, das ist aber auch noch eine Sache, wo das Internet wieder eine positive Rolle dazu spielt, die Medien eine positive Rolle zu spielen, dass sich dieses Hobby eben auch übers Internet verbreitet hat. Es gibt Server und Gruppen und Reddit ist da ja auch eine ganz große Sache, wo man eben auch Gruppen und Spielrunden online finden kann, um sich dann trotzdem dem Hobby zu widmen, ohne wirklich den Kreis um sich herum zu haben, der sich damit auseinandersetzt.
00:20:36: David: Ich hätte direkt noch eine Anschlussfrage zu dieser, genau zu diesem Thema mit diesen Medien. Du hast jetzt beschrieben, wie du überhaupt zu diesem ganzen Thema gekommen bist. Das Thema Rollenspiel Pen and Paper nämlich ich eben über die Streams, über bestimmte Medien und Olli und ich sind da ja auch schon gesagt und sie ist sehr anders rangegangen oder herangekommen, nämlich uns hat jemand eingeladen mitzuspielen und dann haben wir gesehen, wie der oder die das machen und so haben wir das halt aufgenommen. Jetzt mit diesen sehr mit dieser sehr starken Medienpräsenz durch durch was du beschrieben hast, Rocket Beans in Deutschland oder eben halt auch in den Fernsehserien. Da ist vielleicht dann auch Stranger Things zu nennen, wo ja dann auch dann Dungeons and Dragons gespielt wird, aber wirklich auch ganz konkret so diese Streaming und klassischen Critical Role jetzt im englischen Sprachraum. Da stellt sich mir die Frage, was man immer mal wieder liest und so Horrorgeschichten hört. Von Spielern, die jetzt gerade so anfangen. Ist ja so der Matt Mercer Effekt, dass also die Leute, die jetzt also Rollenspielanfänger sind und dann irgendwie dazu kommen, sich eine Gruppe suchen und so, die dann erwarten, dass der Spielleiter so leitet wie Mercer. Und das sind ja eigentlich zwei Dinge. Also zum einen ist es dann, dass die halt den Anspruch heranbringen. Wie gesagt, das ist die Legende, die ich ab und zu mal gelesen und gehört habe. Ich weiß nicht, ob das wirklich ist und das ist auch meine Frage an dich gleich, aber dieser Mercer-Effekt ich würde sagen, das sind zwei Sachen. Das ist zum einen der Anspruch, dass alles halt so super produziert sein muss, dass du das als Spielleiter die richtigen Akzente können muss und verschiedene Sprachen so am besten noch spricht und halt ganz tief in die Charaktere eingeht und natürlich irgendwie super epische Geschichten sich ausdenkt und also, dass das eine so dieser Anspruch an die Qualität in Anführungszeichen. Und das zweite, was da eigentlich ja auch noch mitschwingt, ist, dass es einen korrekten Weg des Rollenspiels oder des Spielleitens gibt. So sollte man es machen. Das ist für mich die zwei Dimensionen dieses Mercer-Effekts. Und da die Frage, da du ja so aus aus dieser Medienperspektive daherkommst, hast du das Gefühl selbst gehabt. Hast du da Gedanken dazu?
00:22:46: Markus: Ja, ich glaube, das ist wirklich tatsächlich eine der Herausforderungen, die man sich stellen muss in der heutigen Zeit. Wenn man sich das erste Mal so damit beschäftigt, was ich jetzt ja auch gemacht habe mit dem Wiedereinstieg, dann landet man häufig, auch wenn man dann so sich ein bisschen erkundigt, wie geht Spiel leiten, wie mache ich das tatsächlich richtig? Dann landet man in den ersten Anläufen tatsächlich eher so in diesem Es geht nur so weg und man muss sich dann ein bisschen mehr mit auseinandersetzen. Man würde im Englischen, würde man es rabbithole nennen, in dem ich dann gelandet bin, wo ich mich tatsächlich Tage dann wirklich nur damit beschäftigt habe wie leite ich richtig? Was muss ich tun? Was kann ich tun und wie läuft das Ganze? Und im Endeffekt muss ich sagen, kommt das von der Seite der Spieler gar nicht so krass rüber. Besonders wenn man jetzt Leute dabei hat, die neu sind und die sich gerade so ein bisschen mit dem ganzen beschäftigt haben. Da ist nicht ganz so viel Erwartung dahinter und die Leute, die man dann am Tisch hat, die schon länger spielen, die wissen ganz genau, wie das in ihren eigenen Runden ist. Nicht unbedingt nur in dem, was sie in den Medien konsumieren. Und der große Vorteil, den ich hatte, war eben, dass man sich informieren konnte und tiefer einsteigen konnte und dann auch immer wieder gefunden hat. Posts oder den Podcast wie hier. Ich meine, ich hatte das große Glück, euren Podcast zu haben, um ein bisschen meine Spielleiterkarriere anzufangen. Tatsächlich? Wo man dann auch hört Mach dein eigenes Ding daraus. Und ich glaube, das ist eine ganz, ganz wichtige Information, die man teilen muss. Es ist nicht wichtig, wie andere Leute spielen, sondern das am Spieltisch, den man selber hat, der Spaß im Fokus steht. Und dann sind ganz wichtig so Sachen wie die Session null, die Session Zero oder wie man sie auch nennen möchte, oder die erste Session, wo es dann darum geht, anzufangen oder sich im Vorfeld auch mit den Leuten zusammenzusetzen und zu sagen Hey, das habe ich vor. Wie seht ihr das? Welche Regeln brauchen wir? Brauchen wir, damit ihr euch am Tisch glücklich findet? Und ich habe mir da ganz großes Beispiel genommen. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich es her habe. Vielleicht sogar bei eurem Podcast. Ich meine, ihr habt mal drüber gesprochen. Bei mir am Tisch gibt es auch eben die Rule of Cool. Wenn du irgendwas hast, was du machen willst und mich davon überzeugen kannst, dann bauen wir das in irgendeiner Weise in die Welt, die ich da habe und in das Regelwerk, was wir hier vor uns haben, mit ein. weil das ist das, wo ich hinterher bin. Ich möchte, dass wir an diesem Tisch zusammen Spaß haben und eine Geschichte erleben und zusammen besonders formen können. Es ist nicht eine Geschichte, die ich spiele und euch an die Hand bringe und dann euch nur mitnehmen möchte, sondern es ist eine Geschichte, die wir zusammen schreiben. Ich glaube, da ist ganz großes Fokus darauf zu legen. Ich habe jetzt letztens gelesen und auch in den zwei oder drei Sessions, die ich jetzt schon gespielt habe, gemerkt. Es ist tatsächlich echt wichtig, dass man als Spielleiter auf die Spieler reagiert und nicht die Spieler als Spieler reagieren auf den Spielleiter, weil das fordert so stark mehr. Das Rollenspiel am Tisch passiert, die Verbindung von dem Spieler zu seinem Charakter viel größer wird, die Verbindung der Charaktere untereinander größer wird und die Geschichte ein. Ja ein großer Topf wird und nicht kleine einzelne Schalen, die man bearbeitet und sucht.
00:25:56: Oliver: Super. Also das sind ja auch schon sehr weise Erkenntnisse, die ich auch so eins zu eins unterstreichen kann. Also auch das, was du eben sagst. Dass dieses der Spielleiter eigentlich auf seine Spieler reagiert, finde ich super. Super in Worte gepackt. Klasse Beobachtungen, die ich einfach genauso auch sehe.
00:26:18: Oliver: Eine Frage habe ich, Die will ich nochmal anschließen an dieses Rabbithole, von dem du geschildert hat. Es ist ja generell so, dass der Spielleiter eigentlich in diesem Rollenspielgruppen Konstrukt schon die meiste Arbeit in Anführungsstrichen hat, wenn man das so sagen darf, weil an ihm letztendlich das Vorbereiten des Abends oder der der Sitzung hängt und Ähnliches. Du selbst hast ja auch offenbar sehr, sehr viel Zeit investiert, um überhaupt dich damit auseinanderzusetzen. Was bedeutet denn Spielleiten? Wie bist du denn, so sage ich mal, mit der Arbeitsverteilung in der Gruppe zwischen Spielern und Spielleiter zufrieden. Ist es so, dass du sagst Hey, das mache ich bewusst, dieses Commitment in die Zeit, weil mir das eben Spaß macht? Oder ist es so, dass du gesagt hast naja, wenn ich es nicht mache, dann macht es halt kein anderer. Also so die Hilfe zur Selbsthilfe. Also wie, wie würdest du das sehen? Weil manche. Also viele Leute schreckt es glaube ich ab, Spielleiter zu werden, weil sie eben denken Mensch, das ist so viel Arbeit, Aber dich hat es ja offenbar gar nicht abgeschreckt, sondern im Gegenteil, du hast dich da richtig reingediggt. Hast du da irgendwie so einen Tipp, was man vielleicht als Rollenspiel interessierter machen sollte, um so diese Angst davor zu nehmen, zu viel zu tun zu haben als Spielleiter?
00:27:32: Markus: Ich glaube, da hilft ganz gut, dass ich die Erfahrung meiner letzten Session gemacht habe. Ich war nämlich sonst auch. Ja, das muss alles vorbereitet sein. Man muss Sachen haben. Und die erste Session war bei mir schon ziemlich durchgeplant und ich weiß auch nicht, wie wir es geschafft haben, tatsächlich da zu enden, wo ich geplant habe, dass wir enden. Weil sonst heißt es ja immer die, die keine Planung überlebt. Die Begegnung mit den Spielern. Das hat in der ersten Session tatsächlich gepasst. Vielleicht war ich ein bisschen Railroading betrieben, habe unbewusst, was mir gar nicht selber aufgefallen ist, scheinbar den anderen aber auch nicht, sonst hätten sie bestimmt was gesagt. Die zweite Session war dann schon ein bisschen offener geplant von mir. Ich habe mir Locations gesetzt und Gegenspieler und NSCs, wo ich gesagt habe, die haben alle ihren eigenen kleinen Plot. Sie hängen aber nicht unbedingt strikt zusammen. Ich habe einen Ablaufplan, wie das ungefähr laufen soll. Und dann lasse ich die Spieler auf diese Locations und auf diese NSCs los. Und dann entscheiden sie sich vielleicht von der Location, die eine, die ich dazwischen geplant habe, zu überspringen und bei der nächsten zu landen. Was mir aber geholfen hat. Da ist dann zu sagen okay. Ich baue nur so das aus was, was wirklich nötig ist Und von der Erfahrung, die ich gesprochen habe, war ja tatsächlich die letzte Session, die wir hatten, wo ich dann aber auch Sachen hatte, wo ich dachte Boah, da hast du überhaupt gar nichts ausgearbeitet und eine Situation am Tisch, die mir rückwirkend in Erinnerung geblieben ist, wo ich sagen muss, das hat mich dann auch beruhigt, ist, dass wir in einer Taverne gelandet sind und ich für diese Taverne in dieser Stadt gar nichts hatte. Ich hatte keinen Namen, ich hatte keinen Besitzer. Ich hatte keine Ahnung, wie es innen drin aussieht. Und dann habe ich aber am Tisch ganz, ganz konkret gesagt ich habe mir einen Namen überlegt, schnell am Tisch, den habe ich den Leuten genannt. Und dann haben wir zusammen getüftelt Okay, wer ist denn der Besitzer? Wie heißt er? Wie alt ist er? Hat er noch irgendwas anderes? Und wir sind dann. Ich habe den Zettel gerade mal rausgeholt und mir vor mich gelegt. Wir haben dann Notizen am Tisch gefertigt, die dann später wieder ins Programm eingearbeitet habe. Wir sind dann darauf gekommen, dass eben der. Der Tavernenbesitzer, der Wirt eben Knut Watersdamm heißt, der ist circa dreißig. Er hat eine Frau und einen Sohn. Der Sohn der wurschtelt da auch irgendwo in der Taverne rum und dann sind wir irgendwann auf die Getränke gekommen. Was gibt es da für Getränke? Und dann sind wir tatsächlich darauf gekommen. Die Getränke müssen ja auch irgendwas bestehen und wir haben kurzerhand einfach mal fünf Früchte erfunden am Tisch, die jetzt auch in der Welt einfach mitleben, die man nutzen kann für alles, was kommt. Und ich glaube, da ist das große Learning, was ich daraus gezogen habe zu sagen, okay, das ist eben nicht eine Sache, die nur ich vorbereite. Und wenn man am Tisch mal eine Situation hat, wo was fehlt, kann man das am Tisch mit den Leuten machen. Und wenn man da ehrlich ist und dann auch mal den Mund aufmacht und sagt Hey, komm, wir müssen uns da mal kurz zusammen setzen, dann ist auch jeder glücklich, weil die Spieler dann tatsächlich merken, das ist nicht nur eine Welt, die ich bespiele, sondern ich selber auch mit meinen Entscheidungen verändere und beeinflusse.
00:30:26: Oliver: Super Beispiel auch gerade mit so einem Ort wie der Taverne dann auch die Leute mit rein zu nehmen und zu sagen Hey, lass uns das jetzt gerade mal konstruieren und zu unserer zu machen und dann auch das Ganze zu nehmen und in das Lore der Welt sozusagen zu integrieren. Und ab dann gibt es diese Taverne eben und es gibt diese fünf Früchte. Ganz kurze Frage Du hast eben erwähnt, du packst es dann auch danach in ein Programm. Was ist das für ein Programm, was du dann dort nutzt und dass es dann um deine Notizen zu sammeln oder was ist das?
00:30:57: Markus: Ja, genau, Als Programm nutze ich da tatsächlich Obsidian. Ich habe mir hier und da mal was angeguckt, bin auch kurz mal über Notion gestolpert, fand dann aber halt doof, dass das ganze nur online basiert ist. Notion ist schön auf meinem eigenen Computer. Das ist mein ganzer Kram, den ich da drinne habe. Die Daten gehören mir, landen nicht irgendwo auf einem Server und das war mir damals ganz wichtig, dass ich gesagt habe okay, das ist eben meine Welt, die soll in meinem Kopf bleiben. Und da hat dann Obsidian tatsächlich das geboten, was ich gesucht habe. War dann auch noch mal ein anderes Rabbithole, wo ich den ganzen Tag drin verschwendet habe, weil ich nach Templates und allem möglichen wie sieht das, wie kann man das schön aussehen lassen gesucht habe, was tatsächlich nicht unbedingt einfach ist in Obsidian. Der Einstieg ist da ein wenig schwerer, aber wenn man sich ein bisschen damit auseinandergesetzt hat, dann kriegt man da in der Regel das hin, was man selber sich auch vorstellt.
00:31:47: David: Du hast jetzt so ein paar Aspekte schon aufgeworfen, wie du rangehst ans Abenteuer gestalten also dementsprechend lese ich daraus. Oder höre ich da raus, dass du eigene Abenteuer generierst und keine gekauften Abenteuer machst? Vielleicht kannst du da kurz ein bisschen was dazu sagen. Und dann, wenn du vor allem eigene Abenteuer gestaltest, wie gehst du da ran?
00:32:09: Markus: Ja, da bin ich dann ja gelandet, weil ich gesagt habe, ich bastle meine eigene Welt. Habe ich dann gesagt okay, gekaufte Abenteuer auf meine eigene Welt anzuwenden, ist für meinen Kopf vielleicht einfach zu schwierig. Beziehungsweise Ich war dann so investiert, dass ich gesagt habe Gut, dann machst du die eigenen Abenteuer auch noch selber. Und das Ganze funktioniert ganz gut, weil ich beim Bau der Welt schon versucht habe, darauf zu achten, dass es eben so ein bisschen dieses Helden und Antihelden System gibt. Es gibt Leute, die sind von der Welt überzeugt. Die Welt kennt diese Leute und dann gibt es eben, die diese Welt ausbeuten wollen. Und dadurch hat die Welt an sich schon einfach eine Geschichte, wo man dann seine Spieler einfach mit reinschmeißen kann. Und ich habe mir dann tatsächlich für die Vorbereitung der Abenteuer. Zumindest einen groben Plan im Kopf gemacht. Oder ich habe auch mal die KI gefragt und gesagt Hey, das ist so das, was ich gerade an Gedanken habe. Wie könnte ich daraus einen Strang an Abenteuern machen? Ich habe auch noch mal online geguckt und es gibt diese ich weiß nicht fünf Zettel Methode wurde sie genannt, dass man da eben auch sagt, okay, man hat einen Beginn, ein Ziel und dazwischen sind dann eben diese drei Punkte, die man erreichen kann, die dann irgendwie aufs Ziel hindeuten. Für mich ist so ein. Vorbereitungsding einfach, dass ich sage okay, ich habe eine Idee, wo wir hinwollen, Ich habe eine Idee, wo wir sind, weil das ist so das, wo wir gerade aufgehört haben. Und dann versuche ich tatsächlich einfach meistens Locations NPCs zu basteln, die dann eben den Hinweis auf das nächste, auf den nächsten Schritt geben. Und da halte ich das dann aber relativ offen, weil ich auch gemerkt habe, okay, meine Gruppe, die entscheidet schon viel, einfach so, ich muss da gar nicht so viel tun und habe dann da das Glück, dass ich dann eher wie gesagt reagieren kann auf das, was meine Spieler tun.
00:33:52: Oliver: Sehr spannend. Auch dann dieses Grundkonstrukt, diese fünf Zettel oder das ja genau fünf Five Room Dungeon. So ungefähr wird es, glaube ich, auch. Gibt es Varianten davon? Das ist ja auch so etwas, was mittlerweile sehr populär geworden ist. Also finde ich ganz spannend, dass es mittlerweile halt auch so Frameworks gibt, die man sich nehmen kann, um so ein Abenteuer zu generieren. Also auch ein Tool, was ich kennengelernt habe durch diesen Podcast.
00:34:20: Oliver: Du hast jetzt schon vorhin, als es noch mal darum ging, dass das Spielsystem auszusuchen, dann gesagt So, deine lange Suche hat dich dann so zu diesem Dragonbane geführt. Kannst du da einfach mal ganz kurz beschreiben, was dann das Ausschlaggebende an diesem System war, Warum du gesagt hast Mensch, das passt zu dem, was ich machen möchte.
00:34:40: Markus: Ich glaube, dass es tatsächlich nicht so diesen einen Punkt gab. Wir hatten erst mit World Without Number probiert und fanden das auch ganz gut. Es war auch wie Dragonbane selber, eben ein Ableger von Dungeons und Dragons. Ich glaube drei Uhr fünf. Damals sind die beide daraus entstanden und bei Dragonbane war es eben das, dass ich gesagt habe okay, ich habe mir das, was die da so vorgestellt haben oder was es eben auch für Videos gab. Das klang für mich alles sehr interessant. Und dann habe ich tatsächlich das Demo Regelwerk mir einmal kurz angeguckt und ich fand für mich ausschlaggebend war glaube ich die Illustration. Die war toll. Ich fand den Aufbau des Regelwerks schlüssig. Man hat sich gut in dem Regelwerk zurecht gefunden, wenn man irgendwo hinspringen wollte, was an zum Beispiel schwerer war. ja, es war für mich irgendwie, dass das Ganze hat sich gut angefühlt und ich glaube, da muss man auch ein bisschen hingehen und sagen Ich muss unbedingt das haben oder Ich muss unbedingt das haben ist nicht ganz so wichtig, sondern das Große und Ganze. Man muss sich wohlfühlen als Spielleiter in dem System, in dem man gerade zu Hause ist. Und habe dann auch tatsächlich, glaube ich, mit dem Verlag, die das Ganze auf Deutsch übersetzt haben oder in Deutsch rausbringen, noch mal telefoniert. Habe da doch noch mal ein paar Fragen gestellt. Und da sagten die dann auch Ja, also man kann eigentlich mit keinem Regelwerk was falsch machen, sondern man muss sich halt einfach für eins entscheiden. Und das war eben die große Herausforderung, die mit diesen, mit dieser Masse, die man an Informationen heutzutage hat. Ein ganz großes Ding war man, wenn man sich informiert und weiter informiert. Dann findet man nie wirklich das, wo man sich dann darauf festlegen kann. Und da habe ich dann bei Dragonbane gesagt Hey, ich finde es schön, Ich fühle mich gerade ein bisschen wohl. Ich höre jetzt auf zu suchen und beziehe mich auf dieses Regelwerk und fange damit an.
00:36:22: David: Das finde ich super spannend. Also gerade auch, dass du den Verlag angerufen hast. Das fand ich irgendwie sehr, sehr cool. Das ist ja schon sehr, sehr Invest. einfach da da anzurufen und deine Recherche halt so fortzuführen und so zu komplettieren. Dass du beim Verlag anrufst und mit den Leuten sprichst, finde ich großartig. Und was du ganz am Ende gesagt hast, da bin ich voll bei dir. Also einfach suchen, ausprobieren. Wenn man sich wohlfühlt damit ein bisschen weitermachen. Und wenn man irgendwas Neues findet, wo man dann vielleicht mal Sachen ausprobieren möchte, kann man das halt auch immer immer noch machen und so, aber irgendwo mal zwischenlanden und eine Zeit lang irgendwas spielen und vielleicht auch das System so richtig gut verstehen, dass man nicht mehr drüber nachdenken muss. Das ist auf jeden Fall finde ich, auch ein guter Weg, dass das. Das mache ich auch gern so!
00:37:05: Oliver: Insgesamt, wenn du sagst, was du alles machst und wie du dich da auch David hat schon gesagt investiert bist in dem Hobby. Wie Viel Zeit würdest du denn sagen Verbringst du so jetzt nicht auf die Minute? Genau. Aber ich sag mal, das hat ja dann schon alles. Dauert seine Zeit, das zu machen. Wie würdest du das einschätzen? Ist das Rollenspiel und das Spiel so dein Haupthobby, was du die meiste Zeit verbringst oder ist das. Hast du noch andere Hobbies und teilst dann deine Zeit so ein bisschen auf? Kannst du mal so über den Daumen peilen, wie wie viel deiner Zeit das tatsächlich beansprucht, um, ich sag mal schon so fortgeschritten auch dann Spiel leiten zu können.
00:37:45: Markus: im Großen und Ganzen würde ich behaupten, es ist eins meiner Hobbies, Nicht unbedingt das Hobby. Ich bin Pfadfinder, was ich liebend gerne mache, dass es wöchentlich getaktet. Da gibt es dann keine Zeit für das Hobby D&D oder Pen and Paper, wie man es auch nennen möchte. Aber grob über den Daumen geschlagen finde ich das Schöne an Pen und Paper und auch Worldbuilding und Spielleiten. Besonders wenn man sich jetzt eine digitale Notizapp wie zum Beispiel das Obsidian an die Hand genommen hat. Man kann es immer machen, also überall, wo einem Ideen einfallen. Man kann schnell was aufschreiben und dann später wieder daran weiterarbeiten. Und ich glaube, das ist über den Daumen gepeilt schon einige Stunden braucht ich. Ich könnte gar keine Zeit nennen. Für mich ist es momentan eines meiner Hobbies, wo ich viel Zeit investiere, wo ich aber auch weiß, dass ich mal eine Woche oder zwei keine Zeit investieren muss, weil gerade einfach Pause ist oder die nächste Session eben eine Woche länger in der Warteschleife steht als die Session davor.
00:38:40: David: Weil du das gerade sagst. Mit den Pfadfindern hast du das doch auch schon mal eingebracht. Also mit den, mit den Pfadfindern, mit deinen Leuten dort, mit den jetzt Jugendlichen, mit denen du zusammenarbeitest, oder auch mit deinen Pfadfinder, den älteren Pfadfinderkollegen.
00:38:52: Markus: Ich glaube, die Pfadfinder waren tatsächlich sogar meine erste Begegnung mit dem Spielleiten. Das ist schon ewig her. Aber ich meine, ich habe mal in der Runde der Freunde zur Winterzeit, wo man dann halt nicht viel draußen sein kann, ein Abenteuer geleitet. Ich müsste lügen. Ich habe keine Ahnung mehr, welches Abenteuer das ist. Ich weiß nicht mehr, welches Regelwerk das war. Es ist Ewigkeiten her. Ich kann mich nur noch daran erinnern, weil ich weiß, dass ich Zettel mit Kaffee gefärbt habe und da mal ein paar Requisiten gebastelt habe, um die, um das Erlebnis für die für die Jugendlichen eben gut zu machen, dass ich damals dann versucht habe zu zu erstellen. Das Schöne beim Pfadfinder ist ja Jugend leitet Jugend. Ich war da glaube ich vielleicht fünfzehn und die anderen zwölf und dreizehn, Das ist also nicht so der große Altersspanne, die dazwischen steckt. Und dann kann man sehr schnell mit Hobbies übereinander Einkommen.
00:39:43: David: Olli. Es heißt jetzt gerade Jugend leitet Jugend. Das heißt wir sind raus. Aber es wäre natürlich auch eine sehr, sehr gute Möglichkeit gewesen, neue Spieler zu rekrutieren.
00:39:51: Oliver: Also ich glaube, die Kombination, die gab es schon damals und das ist natürlich auch schön zu hören, das auch immer noch, sage ich mal, diese ähm, ja, so so Hobby Grundlagen einfach dann dort entstehen. Ganz spannend. Was ich jetzt mal noch mal als Frage hätte ist ich glaube, viele Leute und gerade auch Kinder haben ja ganz schnell auch einen Bezug zu Brettspielen. Ja, also das macht man ja relativ mit hoher Wahrscheinlichkeit hat man schon mal ein Brettspiel gemacht und ist glaube ich, viele Leute kennen halt diese Brettspiele, diese einfach, die baut man dann auf in einer halben Stunde, dann spielt man los, zwei Stunden und dann ist das fertig. Und mit dem Rollenspiel, so war es bei mir damals kommt man dann in so eine Welt, wo man auf einmal denkt Oh wow, das ist ja ein ganzes Hobby, wie du es gesagt hast. Man kann ständig Notizen machen, man kann sich ständig was ausdenken usw Und was wäre denn jetzt so aus deiner eigenen persönlichen Erfahrung, so dein Ratschlag für Leute, die Brettspiele kennen, die vielleicht so ein erstes Interesse haben für Rollenspiel, Was wäre so das erste was du empfiehlst, was die mal machen sollten? Jemanden suchen, wo sie mitspielen können oder ins Internet gehen und sich das angucken. Also wenn du so ein bisschen deine eigene Geschichte reflektierst, was wäre dein Tipp? Wo kannst du mit so einem Rollenspiel mit dem Hobby starten, wenn du so noch gar keine Ahnung davon hast?
00:41:04: Markus: Ich glaube, ich würde da tatsächlich auf das Internet verweisen. Das habe ich mit dem einen Arbeitskollegen, der dann das Interesse angemeldet hatte, auch gemacht. Der hat dann sich zum Beispiel eine Sache von den Rocket Beans angeguckt. Was da ganz beliebt ist, ist Morton Manor. Das sind kurze Oneshots, das sind. Was heißt kurz? Da ist dann mal eine Folge auch zweieinhalb Stunden lang oder drei. Aber so ist das mit unseren Sessions bei Pen und Paper. Ja, die brauchen Zeit. Aber das Schöne an dem Video ist, man kann halt einfach auf Pause drücken und am nächsten Tag weitermachen, wenn man wieder Zeit hat. Und ich glaube, sich sowas anzugucken, gibt einem zumindest schon mal einen Überblick, wie so eine Sache am Tisch aussehen kann, wie man sich dabei fühlen kann und was glaube ich als den zweiten Schritt dann sagen würde, ist, dass man sich online einfach mal einmal umschaut was gibt es dazu, Was kann ich vielleicht sogar in meinem Laden nebenan direkt kaufen und mal ausprobieren? Ich glaube aber, so eine Runde online mitzuspielen kann ein Hopp oder ein Flop sein. Das kann mal gut gehen, Aber das kann auch mal richtig schief gehen, wenn man da an jemanden geratet, mit dem man einfach gerade nicht kann. Deshalb finde ich immer das Ganze in Persona zu machen und versuchen einen Freund zu finden oder irgendeinen einem im Umkreis, der damit vielleicht schonmal Erfahrung hatte. Und da mal mit an die Hand zu gehen ist glaube ich die bessere Wahl, als sich dann in eine Runde online zu stürzen.
00:42:23: Oliver: Ja total spannend. Also finde ich. Da kann ich auch teilen. Diese Beobachtung war damals bei uns nicht das Internet, aber das, was du gesagt hast, dann auch erstmal einen Freund zu suchen, mit dem man das macht. Und ich sage mal in so einer vertrauten Umgebung auch erst mal anzufangen, weil wenn man Pech hat und dann halt an die falschen gerät, dann kann es einem auch den Spaß verderben. Ja.
00:42:44: David: Ja total. Und es gibt ja diese Horrorgeschichten von irgendwelchen Leuten, die auf Cons gehen und da die schrecklichsten Personen aus den schrecklichsten Personen ausgeliefert sind. Vielleicht aber direkt im Anschluss an die Frage, die Olli gerade gestellt hat Was würdest du denn heute nicht mehr machen, wenn du heute noch mal anfangen würdest.
00:43:01: Markus: Ich glaube, wenn ich heute noch mal anfangen würde, würde ich versuchen, mich tatsächlich nicht ganz so tief ins Rabbit Hole zu schmeißen. Das heißt, ein wenig zu informieren und dann einfach mal auszuprobieren. Weil ich tendiere schnell dazu, Sachen wirklich ganz, ganz strikt durchzuplanen und habe dann eben wirklich sehr viel Zeit in die Recherche gesteckt, bevor ich überhaupt angefangen habe, meine eigene Welt zu bauen. Bevor ich angefangen habe, mir Leute zu suchen, mit denen ich das machen kann, sondern habe sehr, sehr viel recherchiert. Und da ist, glaube ich, für mich tatsächlich die meiste Zeit draufgegangen, wo ich im Rückblick sagen würde Einfach mal machen. Und ich glaube, das ist ein ganz guter Anhaltspunkt, an dem man sich wenden kann.
00:43:41: David: Markus, Das ist ein fantastisches Schlusswort. Einfach mal machen. Sucht euch Freunde, setzt euch zusammen, probiert aus, recherchiert nicht so lange. Stürzt euch in den Rabbit Hole aber grabt euch nicht zu tief rein. Und dann einfach mal machen. Einfach ausprobieren. Ich glaube, das ist wirklich ein grandioser Tipp, Markus. Ganz, ganz herzlichen Dank, dass du bei uns warst, dass du deine Ideen, Erfahrungen und Einsichten mit uns geteilt hast. Und danke natürlich an euch, die ihr zugehört habt, wenn euch die Folge gefallen hat. Abonniert uns, erzählt euren Mitspielerinnen und Mitspielern von uns und meldet euch bei uns über Email. 2w12podcast@mail.de oder über einen Kommentar bei YouTube und teilt uns mit, ob ihr Markus Erfahrung auch so teilt, ob ihr vielleicht den Mercer-Effekt an euch gespürt habt? Und was wäre das eine Ding, was ihr beim Start eurer Rollenspieler und Spielleiterkarriere gern gewusst hättet? Und natürlich sagt uns, wenn ihr Tipps habt und Vorschläge für das, mit wem wir uns in Zukunft noch beschäftigen können, die uns weiterbringen auf dem Weg, die besten Spielleiter der Welt zu werden. Wir freuen uns darauf, von euch zu hören. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß beim Spielleiten der David.
00:44:53: Oliver: Und der Oliver.
00:44:54: Markus: Und der Markus.
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